Aktion gegen die Wohnungsnot

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Viele Vogelarten, die ihre Nester gern in Höhlen aufbauen, leiden unter Wohnungsnot. Deshalb laden der Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge und die Vorteil-Bauzentren auch in diesem Jahr wieder Kinder und Jugendliche ein, im Rahmen der beliebten Bastelaktion „Nistkastenbau“ geschützte Nistplätze für heimische Wildvögel und deren Nachwuchs zu schaffen. 

Nistkastenbau im Vorteil-Baucenter: Groß und Klein sind mit Feuereifer bei der Sache.
Bild: Tierschutz Siebengebirge/J. Steinwand

Auf der Suche nach einer passenden Bleibe hätten viele Vögel „mit dem zunehmenden Verlust von natürlichen Brutplätzen zu kämpfen“, macht  Andrea Czapek, Pressesprecherin des Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge, auf die Notsituation aufmerksam. „Durch intensive Landwirtschaft und die Industrialisierung werden die Vögel vom Menschen verdrängt.“ Auch Gartenbesitzer würden  natürliche Nistmöglichkeiten häufig begrenzen, und moderne Häuser böten nur selten geeignete Brutnischen.

Gerald Steinwand, Verantwortlicher für Artenschutz, ergänzt: „Auch wenn die Brutzeit erst in einigen Wochen beginnt, wird es jetzt Zeit für alle Vogelfreunde, Nistkästen zu bauen und anzubringen. Dabei kommt es bei der Vogel-Immobilie nicht nur auf die richtige Adresse in der Nähe von Hecken und Sträuchern an – wichtig für die Vögel ist ein vor Katzen und Mardern geschützter Standort mit freier Anflugmöglichkeit.“ Ein naturnaher Lebensraum wie eine Blumenwiese stehe bei den Vögeln zudem ganz oben auf der Wunschliste.

Aus vorgefertigten Bauteilen, die die Vorteil-Baucenter kostenlos zur Verfügung stellen, können die Kinder im Rahmen der Veranstaltungen am Samstag, 24. Februar, von 9 bis 14 Uhr im Vorteil-Bauzentrum Unkel und zwei Wochen später, am Samstag, 10. März, in Asbach die Nistkästen unter fachmännischer Anleitung und mit entsprechenden Informationen selber zusammenhämmern.

„Die Kinder sind immer vollauf begeistert.“ Das Bauen von Nistkästen mache Spaß und eigne sich auch hervorragend, um den Nachwuchs mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen, erwartet Andrea Czapek auch bei der 21. gemeinsamen Aktion für die Natur eine ähnlich gute Resonanz wie in den Vorjahren. (imr)

 

 

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