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Kameras erobern den Himmel


Als die Bilder fliegen lernten

Für die einen sind sie gefährliche Spione aus der Luft, für andere wiederum sind Drohnen ein fliegendes Hightech- und Actiongerät mit faszinierenden Möglichkeiten. Wahre Überflieger dabei sind die Flug-roboter mit eingebauter Bordkamera. Mit ihnen sind spektakuläre Videos aus der Vogelperspektive möglich. Und ein Einstieg in diese spannende Welt ist mittlerweile auch erschwinglich.

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Bei Spectair in Meerbusch lassen sich die Grundlagen des Drohnenflugs erlernen.
Bild: Spectair

Ungeachtet von militärischen Nutzungen – die Anwendungsgebiete für den Einsatz von Kamera-Drohnen sind zahlreich. Im professionellen Bereich decken Unternehmen wie die Spectair GmbH & Co.KG in Meerbusch von der Erstellung von Foto- und Filmaufnahmen über anspruchsvolle Kartierungsarbeiten, komplexe Inspektionsaufgaben bis zur Unterstützung von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften ein breites Spektrum ab.

„In unseren Flugschulungen in Theorie und Praxis lernen Teilnehmer alles Wichtige zu Luftrecht und Flugphysik und werden intensiv in der Steuerung eines Flugroboters trainiert“, erläutert Fabian Kreye, Spectair-Vertriebsleiter das Profil des 2012 gegründeten Unternehmens, das unter anderem für führende Automobilhersteller, Einzelhandels- und Hotelketten tätig ist.

Nicht weniger ausgereift, flexibel und effizient ist die Technik, die in den Flugrobotern für den privaten Gebrauch ihre Muskeln spielen lässt. Spektakulär fotografiert beziehungsweise gefilmt wird mit integrierten Kameras oder ansteckbaren Actioncams: Luftaufnahmen von malerischen Landschaften oder Verfolgungsjagden wie in Action-Filmen sind dank HD-Technologie von hoher Güte.

Die Bedienung der Geräte ist kinderleicht. Theoretisch ist jeder, der ein Videospiel bedienen kann, in der Lage, Hobby-Drohnenpilot zu werden. Gelenkt und gesteuert werden die Kopter meist via Tablet, Smartphone oder mit einer Fernbedienung.

Nach knapp 80 Metern allerdings ist bei den meisten Modellen Schluss. Das ist auch gut so: Denn in der Luft darf sich eine Drohne nicht aus der Sichtweite des Piloten entfernen. Auch sollte sie nicht höher als maximal hundert Meter aufsteigen. Zudem muss ein Abstand von 1,5 Kilometern zu Flughäfen und Fluglandeplätzen eingehalten werden. Auch die Sicherheit von anderen Sachen und insbesondere Personen darf weder gefährdet noch gestört werden. Zudem müssen auch die allgemein gültigen Persönlichkeits- und Veröffentlichungsrechte gewahrt werden.

Wiegt der Kopter mit Kamera weniger als fünf Kilogramm, bedarf es keiner besonderen Fluggenehmigung. Pflicht allerdings ist der Abschluss einer gesonderten Haftpflichtversicherung für den Modellflug. Wer nicht Mitglied in einem Modellflugverein ist, also „wild“ fliegt, kann sich über die Deutsche Modellsport Organisation DMO versichern.

 

 

 

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