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Zwei Patenkinder werden unterstützt


Asbacher Schüler engagieren sich

Nachhaltiges Wirtschaften und solidarisches Handeln, das ist das Ziel der Schülergenossenschaft der Realschule plus in Asbach. „Multi Steps“ heißt ihr eigenverantwortlich geführtes Schülerunternehmen, dass 2013 in enger Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Neustadt gegründet wurde. Dafür haben die jungen Leute eigene Geschäftsideen entwickelt, Organisationsstrukturen entstehen lassen und Arbeitsabläufe herausgearbeitet. So sind zwischenzeitlich ein Kunstatelier, ein Cateringservice und ein Schüler-Café entstanden.

Besuch bei der Aktionsgruppe „Kinder in Not“: Schüler der Realschule plus engagieren sich für soziale Belange.
Bild: Privat

Für Marita Sessenhausen, zuständige Projektleiterin der Realschule, ist die Schüler-genossenschaft ein besonders wirksames Lernfeld, vor allem in Hinblick auf Berufsorientierung und -vorbereitung. Hier werden Kompetenzen entwickelt, die die Schüler für das Berufsleben qualifizieren und auf das Leben in einer sozialen und demokratischen Gesellschaft vorbereitet.

Die Nachhaltigkeit von „Multi Steps“ spiegele sich auf verschiedenen Ebenen wieder, erklärt sie. Unter ökologischem Gesichtspunkt achte die Genossenschaft etwa darauf, dass der Einkauf von Waren für das Café gut geplant wird, damit keine Lebensmittel weggeschmissen werden müssen.

Auch Rentabilität spiele eine große Rolle: Tatsächlich  schüttet die Genossenschaft regelmäßig Dividenden aus. Vom Gewinn werden Anschaffungen getätigt, die dem Schülerunternehmen und der gesamten Schulgemeinschaft zugutekommen.

Nicht zuletzt ist der soziale Gedanke von großer Bedeutung. Jüngst haben sich die Schüler bei der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ informiert, wie sie mit einem Teil ihrer Einnahmen anderen Kindern helfen können, denen es nicht so gut geht. Schnell fiel daraufhin die Entscheidung, zwei Patenkinder zu unterstützen: ein behindertes Kind in Indien und ein Kinder aus einer mittellosen Familie auf den Philippinen.

Claudia Kirschbaum von der Aktionsgruppe zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Leute und der betreuenden Lehrkräfte: „Neben der Hilfe für notleidende Kinder ist dies das Tolle an unserer Arbeit: wir lernen immer wieder Kinder, Jugendliche und Erwachsene kennen, die zu außergewöhnlichem Einsatz bereit sind und den sozialen Gedanken auf beeindruckende Weise leben.“

Weitere Informationen zu den Projekten der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ und Möglichkeiten, diese zu unterstützen, findet man unter www.kinder-in-not.de. (red)

 

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