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Neue mehrtägige Reiseroute zum Thema „Licht“


Auf den Spuren der Lichtkunst in NRW

Dem Thema Licht(kunst) widmet sich eine von vier Reiserouten, die anlässlich der Düsseldorfer Kunstausstellung „The Problem of God“ von Tourismus NRW und Kulturkenner.de entwickelt wurden. Das Projekt „Kunstpilgern“ möchte zur Entdeckung von ungewöhnlichen Kunstorten in NRW anregen.

Touristische Sommerreise mit Minister Garrelt Duin Zentrum fuer internationale Lichtkunst Installation von Keith Sonnier

Das Lichtkunstzentrum in Unna ist weltweit das einzige Museum, das ausschließlich Lichtkunst zeigt,
Bild: Tourismus NRW/Ralph Sondermann

Künstlerische Erleuchtungsmomente verspricht eine neue, von Aachen nach Münster führende Reiseroute für Individualtouristen. Einen Eindruck davon, wie Künstler Licht als Werkstoff nutzen, erhält man bereits an der ersten Station. Die Sammlung „Kunst aus NRW“ präsentiert in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster unter anderem hängende Neonröhren von Martin Pfeifle unter einem Deckengemälde, das den Sturz der antiken Götter durch den Erzengel Michael zeigt, und Lichtkunst der in den 1960er Jahren aktiven Düsseldorfer Künstlergruppe „Zero“.

Nach einem Besuch des Aachener Doms, in dem Licht durch die Bleiglasfenster auf den Karlsschrein fällt, geht es nach Düren. Im Neubau des Leopold-Hoesch-Museums wurde 2010 der „Lichtraum“ von Otto Piene als dauerhafte Installation realisiert. Der mit farbigen, sich bewegenden Lichtskulpturen illuminierte Raum des „Zero“-Mitbegründers lässt den Betrachter in eine weltraumähnliche Sphäre eintauchen.

Die Langen Foundation in Neuss zeigt bis 21. Februar eine Ausstellung mit Werken von Olafur Eliasson, darunter auch die Installation „Room for all colours“ von 1999. Eine große, von hinten beleuchtete Projektionswand taucht den Museumsraum in wechselndes farbiges Licht, durch das man sich auf verschiedenen Ebenen bewegen kann.

Im Kölner Dom werfen seit 2007 11.263 Buntglasquadrate ihr farbiges Licht in das südliche Querhaus. Auch wenn Gerhard Richters Werk umstritten ist, kann man sich vor Ort der meditativen Stimmung, die die bunten Lichtwechsel entfalten, nur schwer entziehen.

Dom

Über 11.000 Buntglasquadrate erzeugen mit ihrem Lichterspiel im Kölner Dom eine mediative Stimmung.
Bild: Tourismus NRW

In den Kellern der ehemaligen Lindenbrauerei in Unna hat 2001 das Zentrum für Internationale Lichtkunst, das weltweit einzige Museum, das nur Lichtkunst zeigt, eröffnet. Licht steht auch im Mittelpunkt von „Hellweg – ein Lichtweg“, einem Kulturprojekt eines Städtenetzwerkes in der westfälischen Hellweg-Region. Seit der Gründung im Jahre 2002 führt es solitäre lichtkünstlerische Projekte in derzeit zehn Orten zusammen. In Bergkamen trifft man etwa auf eine Bilderprojektion von Prachtbrunnen auf eine Wand aus Wasserfontänen.

In Münster kann man derzeit die Vielfalt und Fähigkeiten von Lebewesen kennenlernen, die sich an ein Leben ohne Licht angepasst haben. Das LWL-Museum für Naturkunde zeigt bis zum 29. Mai 2016 die Ausstellung „Leben in der Dunkelheit“. Für Freunde des Lichts lohnt sich aber auch der Besuch des LWL-Museums für Kunst und Kultur, das Otto Piene mit zwei ständigen Installationen würdigt.

Sehenswert ist zudem Tobias Rehbergers „The Moon in Alabama“. Seit 2014 leuchten elf Lichtkugeln über Schaltschränken rund um den Hauptbahnhof. Sie sind jeweils einem Ort auf der Welt gewidmet. Wenn dort der Mond scheint, geht auch in Münster ein Licht an. Auch in der am 24. Januar endenden Düsseldorfer Ausstellung „The Problem of God“, die im Zentrum der vier Kunstpilgerrouten liegt, fungiert Licht als künstlerischer Werkstoff, etwa in James Turrells Lichtinstallation „Grey Dawn“.

Wer alle Stationen der Route besuchen möchte, sollte etwa vier Tage einplanen. Bei der Buchung von Unterkünften sind die Thomas Cook Reisebüros in Asbach und Unkel gerne behilflich. Weitere Informationen zum Kunstpilgern: www.kunstpilgern.de.

 

 

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