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Verwilderte Katzen


Aufopferungsvolle Pflege

Freundschaften zwischen Mensch und Tier sind etwas ganz besonderes. Mechthild Kick aus dem Neustädter (Wied) Ortsteil Rahms gelingt es immer wieder, das Vertrauen von verwilderten Katzen zu gewinnen und sie bei sich zu Hause auf eine bessere Zukunft vorzubereiten.

Mechthild Kick aus dem Neustädter (Wied) Ortsteil Rahms kümmert sich seit Jahren um verwilderte Katzen – sogenannte Wildlinge. Durch viel Zuneigung gelingt es ihr, die Kätzchen auf eine bessere Zukunft vorzubereiten.
Bilder: Privat

Verwilderte Katzen, die sich auf Bauernhöfen, in unbewohnten Gebäuden oder bei mit der Pflege überforderten Menschen unkontrolliert vermehren, haben oft eine schwere und auch häufig ungewisse Zukunft vor sich. Oft leiden die sogenannten Wildlinge unter Parasiten, Krankheiten und Verletzungen und müssen einen frühen, qualvollen Tod sterben.

Die einstmals verwilderte Katze hat mittlerweile Vertrauen zum Menschen gefunden und kann vermittelt werden.

Vor diesem traurigen Schicksal versucht Mechthild Kick viele verwilderte Katzen zu bewahren. Ihr zu Hause im Neustädter (Wied) Ortsteil Rahms ist daher seit 2011 eine Pflegestelle des Tierschutzvereins Arche Noah Westerwald. Dort gewöhnt die Tierschützerin die verwilderten Kätzchen mit viel Geduld und Zuneigung wieder an den Menschen, damit die sogenannten Wildlinge anschließend an tierliebe Menschen weitervermittelt werden können.

„Wenn die verwilderten Kätzchen bei uns ankommen, fauchen, spucken, kratzen und beißen sie“, berichtet Mechthild Kick. Bis aus ihnen zutrauliche und verschmuste Katzen werden, die in eine Familie weitervermittelt werden können, benötigen sie Wochen oder gar Monate intensiver Pflege von Mechthild Kick.

„Mir liegen diese scheuen Samtpfoten ganz besonders am Herzen, denn ich erlebe immer wieder zu welch lieben Katzen sie sich entwickeln, wie sie Vertrauen gewinnen und ganz bescheiden dankbar sind“, erklärt sie. Dabei bedrängt Mechthild Kick die Tiere nicht, sondern lockt sie mit Spielen aus ihren Verstecken. Auch beim Füttern gewöhnt sie die Wildlinge an den Menschen. „Sie merken dann, wie angenehm es ist, gestreichelt zu werden“, erzählt die Tierschützerin. Oft sitzt sie auch einfach nur viele Stunden bei den Katzen oder schläft sogar bei ihnen, damit sie sich beispielsweise an für sie ungewohnte Geräusche gewöhnen. Doch noch bevor die verwilderten Katzen in ihr vorrübergehendes zu Hause bei den Kicks in Rahms kommen, werden sie von einem Tierarzt entwurmt, zweifach geimpft, gekennzeichnet und kastriert.

Im vergangenen Jahr hat sich Mechthild Kick um insgesamt 25 wild geborene Kätzchen sowie zwölf gefundene oder abgegebene zutrauliche Katzen gekümmert, bis diese in ein neues zu Hause vermittelt werden konnten. „Sie geben einem so viel an Zuneigung zurück“, erklärt die Tierschützerin ihre Motivation, warum sie sich so intensiv und aufopferungsvoll um ihre kleinen Schützlinge kümmert. „Es ist zwar viel Arbeit, Wildlingen in ein gutes Leben zu helfen, aber es lohnt sich auf jeden Fall“, sagt sie.

Vier junge Katzen, die wild auf einem Bauernhof geboren wurden, befinden sich noch bei ihr in der Pflegestelle des Tierschutzvereins Arche Noah Westerwald in Rahms. Für sie wird derzeit noch ein neues zu Hause gesucht.

Weitere Infos zu den noch zu vermittelnden Katzen sowie zur Arbeit des Tierschutzvereins gibt es im Internet unter www.arche-noah-online.de. (msc)

 

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