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Schwimmen in den Badeseen der Region unbedenklich


Baden im Rhein nicht ungefährlich

Zum Glück war es ein Fehlalarm, der in der vergangenen Woche für Aufregung am Fähranleger in Linz gesorgt hat. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz und suchten nach einem Schwimmer, der unter Umständen im Rhein in Not geraten war. Der Mann hatte sich aber mit eigener Kraft ans Ufer retten können. Aber es gab auch schon Fälle mit schlimmerem Ausgang in Sachen Baden im Rhein, wie die Polizei betont. Über 500 Todesfälle durch Ertrinken haben die Behörden im Jahr 2016 registriert.

Zwar ist das Schwimmen im Rhein nicht generell verboten. Dennoch rät die Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord von einem Bad in dem Fluss ab.
Bild: Michael Gaida

Rund 11.000 Kilometer Fließgewässer haben die Landschaften im Norden von Rheinland-Pfalz maßgeblich geprägt. Gewässer sind Lebensadern für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie verbinden Naturräume und vernetzen Biotopsysteme, sie sind ein wichtiger Teil des Naturhaushaltes und Lebensgrundlage. Im Rahmen von Ausstellungen oder Aktionstagen setzt sich die Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord (SGD) auch in der Öffentlichkeit für einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit dieser sensiblen Ressource und dem damit verbundenen Lebensraum ein.

„Die SGD Nord berät Kreise und Kommunen und ist an einer Vielzahl von Projekten zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands der Gewässer beteiligt. Ich freue mich, dass diese Arbeit nun auch statistisch sichtbar wird“, so Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord.

Schwimmen im Rhein nicht überall verboten

Das Schwimmen im Rhein ist trotz der vielen Gefahren, die hier durch Strömung und Schiffsverkehr lauern, nicht generell verboten. Fähranagen, wie die zwischen Linz und Remagen-Kripp, sind jedoch ebenso Tabuzonen für Badende, wie andere Schiffsanlegebereiche. Die SGD rät übrigens generell vom Baden im Strom ab. Und das vor allem aus gesundheitlichen Gründen.

Zwar ist die Wasserqualität im Rhein in den vergangenen Jahren nach Auskunft der Behörde stetig besser geworden, aber eben längst nicht sehr gut. Schließlich kann es auch anders ausgedrückt werden: Die Verschmutzung des Rheins konnte in den vergangenen Jahren deutlich verringert werden und große Schadensereignisse aus dem Oberlauf gehören inzwischen auch nicht mehr zum Alltag.

Blauer See bei Badegästen beliebt

Schwimmen in den Badeseen der Region ist laut Umweltbehörde unbedenklich. Die bakterielle Belastung ist hier nicht zuletzt dank fehlender Abwassereinleitungen wie sie im Rhein beispielsweise durchaus üblich sind, wesentlich geringer. In der Badeseekarte des Landes Rheinland-Pfalz ist der Blaue See in Vettelschoß als offizielles Badegewässer genannt.

Dort heißt es unter anderem: „Der romantische See besticht durch sein klares Wasser. Seine Ufer sind dicht bewaldet. Der ehemalige Basaltsteinbruch, der sich mit Grund- und Quellwasser gefüllt hat, wird seit 1968 als Fisch- und Badegewässer genutzt. Die Seeufer fallen steil ins Wasser, so dass sie größtenteils nicht begehbar sind. Im Übrigen stehen sie unter Naturschutz.“ Der Dreifelder Weiher in Steinebach an der Wied wird dagegen vor allem für Angler und Wassersportler empfohlen. (fu)

 

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