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Interview mit Immobilienexperte Stephan Dahlhausen


Bauland ist sehr gefragt

Wie sieht es derzeit auf dem Immobilienmarkt in der  RWN-Region aus. Dazu befragte die RWN den Immobilien- und Finanzexperten Stephan Dahlhausen (44) aus Asbach, Inhaber von „FSG – Ihr Finanzexperte.“ Dahlhausen ist spezialisiert auf die Vermittlung von Immobilien, Immobilienfinanzierungen, Bausparverträge sowie Versicherungen rund ums Haus.

Wie sieht der Immobilienmarkt derzeit in der RWN-Region aus?

Kann auf 20 Jahre Berufserfahrung als Finanzexperte zurückblicken: Stephan Dahlhausen.
Bild: Privat

Stephan Dahlhausen: Nach einer langjährigen Phase stabiler und von eher stagnierenden Immobilienpreisen zwischen den Jahren 2000 und 2010 ging die Tendenz zu steigenden Immobilienpreise über. Ein Preisanstieg von bis zu 20 Prozent in den vergangenen sechs bis zehn Jahren ist durch die erhöhte Nachfrage von Wohnimmobilien zu deuten. In Deutschland leben im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viele Menschen zur Miete. Seit einiger Zeit steigt das Interesse an selbstgenutzten Wohnimmobilien an, so meine persönliche Erfahrung. Wie bekannt ist, ist unter anderem auch die anhaltende Niedrigzinsphase mit dafür verantwortlich. Der Immobilienmarkt in der RWN-Region erfreut sich daher einer neuen Beliebtheit, denn auch Kapitalanleger tendieren öfter zu Investitionen in sogenanntes Wohngold.

 

Was sind die Trends im Immobilienmarkt?

Dahlhausen: Natürlich favorisieren viele ein individuelles Eigenheim. Dadurch gibt es eine besonders hohe Nachfrage nach Bauland. Unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau (Eigenheime) sind daher ein bedeutendes Element in der RWN Region.

 

Mieten oder kaufen?

Dahlhausen: Das ist eine ganz grundsätzliche Frage mit der sich Jedermann selbst befassen muss. Möchte und kann ich mich an eine bestimmte Region binden? Muss ich zukünftig aus beruflichen Gründen flexibel in der Standortwahl sein? Sorge ich für meine Altersvorsorge bereits mit Sparverträgen vor oder verlasse ich mich lieber auf Sachwerte und orientiere mich in Richtung Immobilie? Besteht Klarheit, empfehle ich einen Status quo der persönlichen, beruflichen und finanziellen Ausgangsposition zu ermitteln, um die Möglichkeiten für einen Immobilienerwerb genaustens auszuloten und Chancen und Risiken zu kennen. Beispielsweise können Zinsen durch Veränderungen am Kapitalmarkt nach der Zins-
bindungsphase steigen.

 

Was sollten potentielle Interessenten beim Wohnungs- oder Hauskauf beachten?

Dahlhausen: Ob man ein altes Haus kaufen möchte und gegebenenfalls renoviert oder ob man ein Baugrundstück kauft und neu baut: Entscheidend ist natürlich der Standort und die finanzielle Ausgangsposition des Einzelnen. Bei Eigentumswohnungen sollten die späteren Betriebskosten wie zum Beispiel die Hausverwaltung mit einkalkuliert werden. Aus den Protokollen der Eigentümerversammlung oder der Hausverwaltung kann man oftmals auch geplante Renovierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum, die anteilig auf die Eigentümer umgelegt werden, vorausschauend einkalkulieren. Entscheidend ist auch die Instandhaltungsrücklage, die zur Abdeckung vorgesehen ist. (msc)

 

 

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