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Urs Kaulard: IHK-geprüfter Sommelier


Bis zu 20 Weine täglich verkostet

Die Ausbildung zum IHK-geprüften Sommelier kann in der Region beispielsweise am International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler absolviert werden. Urs Kaulard aus Simmerath in der Eifel hat sich für diese Fortbildung entschieden und berichtet über seine Erfahrungen.

Urs Kaulard aus Simmerath in der Eifel hat in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Ausbildung zum Sommelier absolviert.
Bild: Privat

Von Haus aus ist Urs Kaulard aus Simmerath eigentlich Hörgeräteakustiker und Augenoptiker. Doch weil seine Familie ein Hotel übernommen hat und er sich die dortige Vinothek zu eigen machen wollte, entschied sich der 30-Jährige, sich zum IHK-geprüften Sommelier ausbilden zu lassen. „Ich habe mich zunächst in der Branche umgehört und im Internet recherchiert, wo dies möglich ist“, berichtet Urs Kaulard. Aufgrund der Empfehlungen und auch wegen der räumlichen Nähe zu seinem Wohnort entschied sich Kaulard für das International Wine Institute (IWI) in Bad Neuenahr-Ahrweiler – und hat dies nicht bereut. Dafür fuhr er wöchentlich an zwei Tagen nach Bad Neuenahr-Ahrweiler und absolvierte außerdem ein mehrwöchiges Praktikum bei einem Winzer, bevor er die Sommelier-Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Koblenz ablegen konnte.

„Beim IWI kann die Ausbildung zum IHK-geprüften Sommelier für das Gastronomiegewerbe entweder in einem Intensiv- oder in einem Teilzeitkurs genossen werden“, erklärt Urs Kaulard, der sich für den Teilzeitkurs entschieden hatte. „Etwa sechs Monate dauerte dann der schulische Teil der Ausbildung. Zunächst haben wir die Grundlagen kennengelernt, nämlich wie und wo welcher Wein wächst“, erzählt der Absolvent der Sommelier-Ausbildung. Auch eine allgemeine Getränkekunde, beispielsweise zu Mineralwasser, Tee, Kaffee, Softdrinks und Cocktails beinhaltete der Lehrplan, ebenso wie Beratung zur richtigen Käse- und Zigarrenauswahl. „Außerdem haben wir gelernt, wie was richtig serviert wird und welche Gerichte mit welchem Wein gut harmonieren“, sagt der 30-Jährige. Denn ein Sommelier sollte ein professioneller Begleiter bei der Weinauswahl für den Kunden sein.

„Natürlich haben wir an den Schultagen auch unzählige Weine probiert. Bis zu 20 Weine täglich“, erinnert sich Kaulard. „Die wurden dann aber wieder sofort ausgespuckt. Sonst hätten wir die Schultage wohl nicht so überstanden.“ Überhaupt sei es in einigen Restaurants üblich, dass der Sommelier den ersten Schluck des servierten Weins probiert, um zu testen, ob der Wein in Ordnung ist und keinen Kork hat.

Abschließend meint er über die Ausbildung zum Sommelier am International Wine Institute: „Dort habe ich auf professionelle Weise sehr viel gelernt. Wir hatten viele hochkarätige Dozenten und es war eine spannende und abwechslungsreiche Zeit für mich.“ Auch sei es toll gewesen, dort Leute aus ganz Deutschland zu treffen. „Da hat sich ein richtiges Netzwerk gebildet“, erklärt Kaulard. Allerdings gehöre zu der anspruchsvollen Ausbildung auch, dass man zuhause noch die Lehrinhalte intensivieren müsse.

Nach seiner Ausbildung zum IHK-geprüften Sommelier wendet Urs Kaulard jetzt sein erlerntes Wissen im familieneigenen Hotel an. Dort ist er nämlich unter anderem für den Weineinkauf zuständig und gibt Weinempfehlungen zu verschiedenen Speisen ab. (msc)

 

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