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Mein Verein: Bridge-Club Bad Honnef


„Bridge ist vor allem ein Denksport“

Seit nunmehr 26 Jahren ist Annick Feiter Mitglied des Bridge-Clubs Bad Honnef. Gesellschaftliche Verpflichtungen waren einst der Auslöser für sie, das Spiel zu erlernen, das sie bis heute in seinen Bann zieht.

SpielkartenWenn man einmal mit Bridge anfängt, „dann lässt einen das nicht mehr los“, weiß Annick Feiter, die seit 1971 in Bad Honnef lebt, aus eigener Erfahrung. „Durch meinen Mann war ich oft eingeladen und die Damen spielten alle Bridge“, erzählt die gebürtige Französin. Irgendwann wurde es ihr zu bunt und sie erlernte das Spiel. Weil die Konkurrenz größer ist als im privaten Bereich, trat sie schon bald dem Bridge-Club Bad Honnef bei.

Annick Feiter

Annick Feiter hat ihr Team als Kapitän bis in die erste Bezirksliga geführt.
Bilder: Fotolia/R+R, privat

Dieser ist im Dezember 1980 von Bridgespiel-Begeisterten gegründet worden, die an der Volkshochschule Siebengebirge einen Anfänger-Kurs besucht und die Idee hatten, sich zusammenzutun. Aktuell verzeichnet der Verein 88 überwiegend weibliche Mitglieder aus Bad Honnef und der Umgebung. Doch nur etwa 30 von ihnen sind aktiv und nehmen regelmäßig an den Club-Turnieren teil. Die meisten Mitglieder sind zwischen 70 und 80 Jahren alt. Es gibt aber auch einige 90-Jährige, die noch spielen.

„Bridge ist eigentlich ein Denksport. Das verlangt sehr viel Konzentration und logisches Denkvermögen und die Fähigkeit zu Analysieren“, weiß die 72-jährige Feiter. Faszinierend findet sie, wie viele Kombinationsmöglichkeiten sich durch das Mischen der Karten ergeben. Auch Ausdauer und Durchhaltevermögen benötigt man, da ein Bridge-Turnier etwa vier Stunden dauert.

Bei den mittwochs und freitags ab 15 Uhr in der Parkresidenz in Bad Honnef stattfindenden Treffen des Clubs können die Mitglieder an Paar-Turnieren teilnehmen. Es gibt mehrere Tische, an denen jeweils vier Leute sitzen. Gespielt wird zwei gegen zwei. Neben den wöchentlichen Turnieren finden in der Parkresidenz unter anderem der jährliche Challenger Cup vom Deutschen Bridge-Verband sowie das Bridge-Simultanturnier vom Bridgeverband Rhein-Ruhr statt.

Seit 1996 veranstaltet der Bridge-Club Bad Honnef zudem im Juni ein eintägiges Kneipenturnier. Die Idee dazu hatten Mitglieder, die im niederländischen Arnheim eine vergleichbare Veranstaltung besucht hatten. Mitglieder anderer Clubs kommen nach Bad Honnef und laufen dort die teilnehmenden Kneipen ab und spielen Bridge. Ebenfalls einmal im Jahr gibt es das Hilde-Reichert-Gedächtnisturnier in Gedenken an die Clubvorsitzende von 1983 bis 1999.

Einmal im Jahr kommt Besuch aus Polen

Seit ein paar Jahren bekommt der Club einmal im Jahr Besuch von 14 Jugendlichen aus Polen, die zwei Wochen in der Jugendherberge in Niedermühlen bei Asbach verbringen und Bridge in der Schule spielen. Ein Freundschaftsturnier mit einem Dürener Bridge-Club sowie ein Sechs-Städte-Turnier mit fünf Clubs aus der Region findet im jährlichen Wechsel an einem der Clubstandorte statt.

Zehn Jahre lang, von 2001 bis 2010, war Annick Feiter Kapitän des Teams Bad Honnef I, das sie in die erste Bezirksliga geführt hat. So etwas hatte es im Club zuvor noch nie gegeben. Am Club schätzt Feiter besonders, dass dort Leute zusammenkommen, die mit dem gleichen Kampfgeist gerüstet und bereit sind, sich der Disziplin des Turniers unterzuordnen.

Die Seniorin nimmt aber auch an vielen externen Turnieren teil. „Es ist interessant, in anderen Städten zu spielen. Man trifft andere Leute, andere Konkurrenz“, sagt die Französin, die in diesem Mai den ersten Platz beim Bonn Cup belegt hat.

 

 

 

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