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Sommerferien liegen im RWN-Land näher beieinander


Brückentage sorgen für Gedränge vor Urlaubsplan

Ein „urlaubsfreundliches“ Jahr steht vor der Tür. Anders als noch 2017 lassen sich nämlich im Jahr 2018 für Arbeitnehmer günstige Konstellationen durch sogenannte Brückentage schaffen. Das führt aber auch dazu, dass in manchen Betrieben „Gedränge“ vor der Urlaubsplanung vorprogrammiert sein dürfte.

Der Urlaub wirft seine Schatten voraus und will gut geplant sein.
Bild: Fotolia/ValentinValkov

Ganze acht Urlaubstage müssen Arbeitnehmer zwischen dem 24. März und dem 8. April aufwenden, um insgesamt 16 Tage Osterfreizeit zu gewinnen. Aber auch der 1. Mai, der in 2018 auf einen Dienstag fällt, bietet die Gelegenheit, durch einen Brückentag (Montag) aufgewertet zu werden. Wer es noch besser haben will, der  plant die freien Tage gleich bis nach Christi Himmelfahrt ein. Dann werden zwischen dem 28. April und dem 13. Mai acht Urlaubstage abgezogen, aber 16 freie Tage genossen.

Wenn die Betriebe im RWN-Land in diesen Tagen die Urlaubspläne fürs neue Jahr aufstellen, dann hält sich der Gesetzgeber überraschend bedeckt. Ansprüche auf bestimmte Zeiten werden nämlich keinem Arbeitnehmer rechtlich verbrieft. Die Formulierung im Bundesurlaubsgesetz ist jedenfalls recht schwammig: Der Wunsch des Arbeitnehmers nach Urlaub sollte erfüllt werden – „soweit keine betrieblichen Erfordernisse dem entgegenstehen“.

„Vorzugsrecht“ für Eltern

Als Kann-Regelung wird auch die Rücksicht auf soziale Belange einzelner Arbeitnehmer ausgewiesen. Aber auch wenn es keine eindeutige Festlegung im Gesetz gibt, für die meisten Betriebe gilt logischerweise, dass die Eltern schulpflichtiger Kinder ein „Vorzugsrecht“ für die Schulferien genießen. Nach schwierigen Jahren gibt es 2018 in der Region zwischen Unkel und Asbach in 2018 leichte Verbesserung: Die Sommerferien von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegen endlich wieder näher beieinander. Immerhin gibt es einen schmalen Korridor, in dem Eltern mit Kindern aus beiden Schul-Ländern Familienurlaub einplanen können. Nicht nur hier ist aber rechtzeitige Vorplanung wichtig.

Gesetzlich ist übrigens festgelegt, dass auch dann, wenn betriebliche Gründe zum „Stückeln“ des Urlaubsanspruchs führen, es mindestens einmal einen zusammenhängenden Urlaub von mindestens 12 Tagen, also im Endeffekt samt Wochenende zwei Wochen geben muss.

Urlaubspläne sind übrigens mehr als nur eine unverbindliche Vorplanung. Ein Eintrag in einen solchen Kalender gilt als Zusage und zugesagter Urlaub kann vom Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen Gründen abgesagt werden. Die Kosten für mögliche Umbuchungen trägt dann aber der Arbeitgeber. (fu)

 

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