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Männer aus der Region antworten


Das Auto, des Mannes liebstes Spielzeug?

Das Auto ist ja bekanntlich das Heiligtum der Männer. Sie hegen und pflegen es mit schier grenzenloser Hingabe. Doch was steckt hinter diesem Klischee? Wir waren unterwegs und haben echte Männer gefragt, nach welchen Kriterien sie ihr Auto ausgewählt haben.

Von Carolin Klein

RWN Umfrage Männer Thema Auto

Maximilian Klein hat ein ganz klares Preislimit.

Viele der RWN-Befragten gaben an, dass der Preis beim Kauf immer eine große Rolle spielt. „Für ein Auto würde ich nicht mehr als 25.000 Euro ausgeben“, sagt Maximilian Klein aus Linz. Dabei bevorzugt er besonders deutsche Automarken und ist auch von Gebrauchtwagen nicht abgeneigt. Sein Traumauto sieht Klein derzeit in dunklen Farben, die Ausstattung sollte mindestens ein Navigationssystem und eine Klimaanlage haben. Das Auto würde er dann wahrscheinlich über mobile.de kaufen, eine deutschlandweite Seite zum Preisvergleich von Autos. Vielleicht steht sein Traumauto ja dann in Chemnitz.

RWN Umfrage Männer Thema Auto

Gerhard Büttcher würde keinen Gebrauchtwagen kaufen.

Eine Deutschlandreise würde Gerhard Büttcher für sein neues Auto nicht auf sich nehmen. Er kommt aus Erpel und kauft seine Autos am liebsten bei hiesigen Anbietern aus der Region. Eine Lieblingsmarke hat er nicht, wobei er aber großen Wert auf den Top-Zustand seines Autos legt. „Ein Gebrauchtwagen kommt daher für mich nicht in Frage“, sagt er entschlossen. Aber auch die PS-Zahl ist für ihn nicht unwichtig. Zu seiner Familienkutsche besitzt Gerhard Büttcher noch einen Flitzer. Überhaupt, das Tempo des Autos ist für viele der Befragten ein wichtiges Thema.

RWN Umfrage Männer Thema Auto

Raphael Zmerli legt Wert auf Schnelligkeit.
Bilder: H.-W. Lamberz

So auch für Alexander Schlangen aus Bad Honnef. „Mein Auto sollte schon sehr schnell fahren können.“ Fast kein Wunder, dass Mercedes seine präferierte Marke ist. Mit großen Erwartungen an die Innenausstattung und das Preis-Leistungs-Verhältnis geht Alexander Schlangen den Autokauf an. Sein Preislimit sollte jedoch nicht überschritten werden, aus diesem Grund kommt auch ein Gebrauchtwagen in Frage. Schlangen würde sogar sagen, dass der Kauf eines Neuwagens keine Option ist. Dafür ist er nicht wählerisch, wenn es um die Farbe seines Wagens geht, die ist im völlig egal.

Raphael Zmerli aus Unkel sieht das schon anders. „Mein Auto sollte silbergrau sein und darf in keinem Fall mehr als 10.000 Euro kosten.“ Deshalb ist der Kauf eines gebrauchten Wagens für ihn durchaus denkbar. Seine Lieblingsmarke ist BMW, daher sollte sein Traumauto auch aus München kommen. Die Geschwindigkeit darf dann natürlich auch nicht zu kurz kommen. Raphael Zmerli gesteht mit einem breiten Grinsen, sein Auto müsse schon sehr schnell fahren können, um seinen Ansprüchen zu genügen. Wo er sein Auto kauft, ob auf einer Autobörse oder beim Händler, ist ihm hingegen gänzlich egal.

Stefan Kinski aus Unkel steht zur Frage „Wo kaufen Sie ihr Auto?“ schon ganz anders. Als stolzer Besitzer eines Alpha Romeo würde er den Neuwagen nur beim Händler kaufen. Alles andere schließt er kategorisch aus. Obwohl Stefan Kinski eine Vorliebe für teure Autos pflegt, sollte der Preis seines Autos „nicht den Rahmen sprengen“. „Mein Preislimit liegt bei circa 70.000 Euro, das sollte dann aber auch nicht überschritten werden.“ Dabei ist ihm eine gehobene Innenausstattung wichtig. Fast genauso wichtig wie die Pferdestärken seines Wagens. Da ist er dann auch schon mal weniger anspruchsvoll bei der Farbwahl seiner Traumkutsche, „die ist mir gleichgültig“.

Und was kann man aus dieser (nicht repräsentativen) Umfrage lernen? Männern ist ihr Auto wichtig und auf die Frage nach dem Kraftstoffverbrauch haben viele zugegeben, dass dieser für sie eher zweitrangig ist. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass sich alle Befragten beherzt gegen Elektroautos entschieden haben. „Derzeit nicht“, antwortet zum Beispiel Maximilian Klein leicht verlegen. Stefan Kinski entgegnet schon etwas bestimmter. „Ein E-Auto ist für mich noch keine Option“. Ein weiterer Aspekt zum Entschluss gegen das Elektroauto ist der fehlende Sound und das Tempo. Nicht nur für Gerhard Büttcher stecken Elektroautos noch in den Kinderschuhen.

 

 

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