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Fahrgeschäft seit 22 Jahren in Betrieb


„Dem Autoscooter bin ich verfallen“

Sein Leben sind die Boxautos. Wenn man den Asbacher Schausteller August Kipp nach seinem Lieblingsfahrgeschäft fragt, zögert er nicht lange. „Dem Autoscooter bin ich schon verfallen“, so Kipp. Er verkörpert die mittlerweile fünfte Schaustellergeneration seiner Familie. „Meine Vorfahren haben mit einer Schiffsschaukel begonnen“, schildert Kipp. Heute stehen in seinem Fuhrpark ein großer Autoscooter, eine Mini-Scooter und ein Kinder-Karussell.

Autoscooter

Den Autoscooter, sein liebstes Stück, hat Kipp sich vor 22 Jahren aus Italien besorgt.
Bild: Fotolia

Ab und an ist der rührige Schausteller auch auf seiner Freiluft-Kartbahn in Asbach anzutreffen. Allerdings halten ihn die rund 25 Jahrmärkte pro Jahr, die sein Familienunternehmen ansteuert, ganz schön auf Trab. „Ohne meine Frau, unsere drei Kinder und weitere vier Mitarbeiter wäre das gar nicht zu bewerkstelligen“, so Kipp.

Für den Firmenboss stand nie zur Frage, einen anderen Beruf zu ergreifen. „Man ist da so reingewachsen und geregelte Arbeitszeiten hatte ich noch nie und wollte sie auch nie.“ Das Schaustellerleben treibt ihn von Kirmes zu Kirmes. „Abends, wenn ich vor dem Fernseher sitze, denke ich schon wieder über den nächsten Standort nach“, räumt er ein.

Nach dem Highlight in seinem Kalender, der Asbacher Kirmes, folgen Abstecher nach Wittlich, Bornheim, Duisburg, Aegdienberg und natürlich auch auf Pützchens Markt in Bonn. Und dann sitzen ja auch schon wieder die großen Weihnachtsmärkte in den Startlöchern. Und im neuen Jahr geht das Ganze dann wieder von vorne los.

Obwohl schon Großvater, denkt August Kipp noch nicht ans Aufhören. „Wenn später mal die Kinder den Betrieb übernehmen, werde ich wohl immer noch ein bisschen mitmachen.“ Vorerst aber hat er besonders sein Schätzchen, den Autoscooter, noch im Auge. Dieses Fahrgeschäft hat er sich vor 22 Jahren aus Italien besorgt, die Boxautos selbst werden alle vier, fünf Jahre ausgewechselt. „Wir fahren als einziges Unternehmen in Deutschland mit Stoßdämpfern und Airbags am Lenkrad“, verkündet er stolz.

Eine technische Neuerung mit Nebeneffekt. „Wenn früher die jungen Männer ein Mädchen beim Autoscooter kennen lernen wollten, rammten sie es heftig. Das geht heute sanfter zu“, schmunzelt der Schausteller. Sanft ist auch das Kinder-Karussell unterwegs. „Die Kinder haben auch noch Spaß an den Rundfahrten. Wir haben das Karussell auch vor zwei Jahren selbst überholt und mit Motiven hier aus der Region bemalt.“

Dass Schausteller gerne unter sich sind, dafür liefert auch die Familie Kipp einen Beweis.„Meine Tochter hat in eine Münchener alteingesessene Schausteller-Familie eingeheiratet und mein Enkel ist vergangenes Jahr sogar auf dem Oktoberfest getauft worden“, so der Firmen-Senior.

 

 

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