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„Homestager“ präsentieren eine Immobilie professionell


Der erste Eindruck entscheidet

Bei der Anmietung oder dem Kauf eines Objekts entscheidet fast immer der erste Eindruck. Eine nackte Wohnung und auch ältere Häuser mit Einrichtungen und Tapeten aus den 60er oder 70er Jahren verbreiten nur wenig Charme.

Guido (links) und Gilbert Köhne aus Bad Honnef sind als „Homestager“ aktiv.
Bild: M. Cramer

Oft fehlt auch den Interessenten die Vorstellungskraft, welche Möglichkeiten in der Immobilie schlummern. Immer mehr Makler und auch Privatanbieter lassen ihre Objekte deshalb von professionellen „Homestagern“ wie den Brüdern Gilbert und Guido Köhne aus Bad Honnef vorzeigbar gestalten.

Bei uns ist dieser neue Tätigkeitsbereich noch nicht so verbreitet wie in anderen Ländern, aber die Tendenz nimmt stark zu. Die Erfahrungen sind jedenfalls positiv. Dies beweisen die Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Homestging und Re-design (DGHR). Nach drei Monaten sind im Schnitt „gehomestagte“ Objekte und damit doppelt so schnell und zu15 Prozent höheren Preisen verkauft.

„Homestager“ werden aber nicht nur bei leerstehenden Immobilien oder Musterwohnungen von Fertighausbauern zu Rate gezogen, um sie mit Möbeln und Accessoires schöner zu präsentieren. Auch bei der Einrichtung oder Umgestaltung von bewohnten Objekten werden sie von den Bewohnern um Hilfe gebeten.

„Oft reichen schon Kleinigkeiten, geänderte Farbakzentierung oder eine neue Fensterdekoration, um ein neues Wohngefühl zu kreieren“, erklärt Gilbert Köhne von „Herzblut“ in Bad Honnef, der mit seinem Bruder neben dem Möbelstore auch  seine Dienste als Inspirator für Privatkunden und Immobilienmakler anbietet.

Neben den gestalterischen Elementen gehören auch Aufräumarbeiten in Haus und Garten oder Renovierungsarbeiten bei älteren Immobilien zum Angebot eines „Homestagers“. Dazu haben sich Köhnes ein Netzwerk von Handwerkern und Gärtnern aufgebaut. Das Angebot der Köhnes erfreut sich auch in der Gastroszene immer größerer Resonanz.

So ist es in anderen Ländern wie den USA, Spanien oder Großbritannien längst gang und gebe, sein Heim vor dem Verkauf erst etwas aufhübschen zu lassen. Und mal Hand aufs Herz: Wenn Sie Ihr Auto verkaufen wollen, fahren Sie doch auch erst einmal durch die Waschstraße. (mc)

 

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