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Abwehr-Tipps für Autofahrer


Der Marder im Motorraum

Marder haben Autos leider zum Fressen gern – so scheint es zumindest. Um reparaturbedürftige Schäden zu vermeiden, gibt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ein paar Tipps, welche Vorsichtsmaßnahmen Autobesitzer ergreifen können.

Während Autobesitzer nachts selig schlummern, tobt sich zwischen Kühler und Spritzwand womöglich ein Marder aus. Das böse Erwachen kommt für den Autofahrer in Form von zernagten Schläuchen, zerfledderten Dämmmatten und durchtrennten Zündkabeln. Solche Schäden müssen in der Kfz-Werkstatt repariert werden.

Marder


Bild: Fotolia/ frilled_dragon

Außerhalb der Brunftzeit wird es nur problematisch, wenn das Fahrzeug nachts im Revier eines anderen Marders parkt. Riecht der die Spuren eines fremden Artgenossen in „seinem“ Motorraum, hinterlässt er gern seine Markierung per Biss. Wechselt das Auto mehrfach die Reviere, beginnt das zerstörerische Spiel jeweils von vorn. Dagegen hilft eine professionelle Motorwäsche. Das Ausspritzen des Motorraums beseitigt den Geruch, den die Besucher hinterlassen.

Besonders aktiv sind Marder zwischen März und Juni, denn dann ist Brunftzeit. Dagegen hilft ein Stück Maschendraht, das unter das Auto gelegt wird. So etwas mögen die sensiblen Pfoten des Marders nicht besonders. Das Geflecht verwirrt ihn für ein paar Monate. Dann ist die Bisssaison vorbei und man sollte die Matte nicht mehr dauerhaft einsetzen, sonst gewöhnen sich die recht intelligenten Tiere daran. Eine Art niedriger Weidezaun um den Carport ist dagegen ein dauerhaft probates Mittel.

An Tankstellen und Stammtischen kursieren noch mehr Tipps. Ein Säckchen mit Hundehaaren, Urinsteine oder gar Harn selbst, tickende Wecker oder Lichter im Motorraum sollen die Marder abhalten.

Wissenschaftliche Studien der Uni Gießen haben aber bewiesen, dass Marder nicht an Auto-Materialien als Nahrung interessiert sind. Sie sehen in Motorräumen schlicht eine Höhle, die sich erkunden lässt und zum Verstecken der Nahrung gebraucht werden kann.

In der Tat zeugen immer wieder Eier, weggeworfene Brote oder Obst von nächtlichen Besuchen der etwa katzengroßen Tiere. Die meiste Zeit des Jahres gehen die Dreipfünder im Motorraum nur ein und aus – ohne irgendetwas zu zerbeißen.

Nur ein paar Pfotenabdrücke künden dann vom Besuch der Tiere. Übrigens versucht auch die Autoindustrie, die Knabberei zu unterbinden. Zündkabel liegen inzwischen häufig unter Abdeckungen und die Kapselung von Motorräumen verdirbt den Mardern den Spaß.

 

 

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