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Was es mit dem Namen auf sich hat


Der närrische Rosenmontag

Im Jahr 1959 hatte Margit Sponheimer mit ihrem Stimmungslied „Am Rosenmontag bin ich geboren“ ihren ersten großen Erfolg. Ihr Auftritt bei der Mainzer Fastnachtssitzung wurde im Fernsehen übertragen. Dadurch wurde das Lied bundesweit bekannt und gehört seit dieser Zeit zu den Evergreens karnevalistischer Schlager.

von Hermann-Joseph Löhr

Der Rosenmontag wird insbesondere im rheinischen Karneval als Höhepunkt der Karnevalszeit gefeiert. Vielerorts finden Umzüge statt, der so genannte Rosenmontagszug. Er fällt auf den Montag vor dem Aschermittwoch, 48 Tage vor dem Ostersonntag. Viele Arbeitgeber geben ihren Mitarbeitern am Rosenmontag frei – nicht nur in den Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Rosenmontag aber in keinem Bundesland. Er ist lediglich ein Brauchtumstag.

Rosenmontagszug Linz 2013

Viele bunte Wagen und noch mehr Kamelle: Rosenmontagszug in Linz am Rhein
Bild: H. W. Lamberz (RWN-Archiv)

Der Montag hat seit 1823 seinen Namen durch die katholische Liturgie. Der Sonntag zuvor wird schon seit dem 11. Jahrhundert Rosensonntag genannt. Der Papst segnete an diesem Tag eine goldene Rose und überreichte sie einer verdienten Persönlichkeit.

Der erste organisierte Karnevalszug fand am 10. Februar 1823 in Köln statt. Das Komitee, das den Fastnachtsumzug organisierte, hielt jeweils am Montag nach dem dritten Sonntag vor Ostern seine Sitzung ab. Es bestimmte den „Rosensonntag“ 1830 für die Karnevalsfeier, weil dieser Tag in der Mitte der Fastenzeit lag. Das Komitee, das den Karnevalsumzug organisierte, nannte sich nach seinem Versammlungstermin „Rosenmontagsgesellschaft“. Bald hieß der Umzug Rosenmontagszug. Von Köln aus verbreitete sich das Rosenmontagsdatum bald im gesamten deutschen Fastnachtsbrauchtum. Der erste Rosenmontagszug in Mainz ging am 26. Februar 1838 und wurde noch als „Maskenzug“ bezeichnet.

Inzwischen gibt es in vielen Städten des Rheinlandes und auch anderswo Umzüge. Die Menschen bauen bunte Wagen, mit denen sie durch die Straßen ziehen. Oft haben diese Umzüge ein bestimmtes Motto, manchmal ein politisches, häufig werden aber ganz alltägliche Dinge durch den Kakao gezogen. Musikgruppen spielen Karnevalsmusik und es werden „Kamelle“ geworfen. Meist gibt es ein „Prinzenpaar“, das mit seinem Wagen den Abschluss des Zuges bildet.

 

 

 

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