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Simon Fuchs von den „Mokkakännchen“


Der rasende Kasbacher Kinderprinz

Dass er 2016 eine tragende Rolle im Karneval spielen würde, hätten Simon Fuchs und seine Eltern vor einem Jahr sicher nicht gedacht. Bislang nie im Karneval aktiv, ist in dieser Session die gesamte Kasbacher Familie im Einsatz: Simon als Kinderprinz des Ohlenberger Möhnenvereins, Schwester Sarah als das ihn begleitende Burgfräulein, Vater Thorsten baut den Wagen für den Veilchendienstagszug und Mutter Jutta kümmert sich um den Rest.

Simon Fuchs ist der diesjährige Kinderprinz des Möhnenvereins „Mokkakännchen“ aus Ohlenberg – und der erste Kinderprinz seit zehn Jahren. Da sich in diesem Jahr niemand freiwillig als Kinderprinz beziehungsweise -prinzessin gemeldet hatte, hatten die Möhnen überlegt, welche Kinder in Frage kämen, und waren auf den neunjährigen Kasbacher gekommen. „Vom Alter her – und weil man ihn immer wieder mit dem Fahrrad im Dorf sieht, war er ihnen präsent“, erklärt die 38-jährige Mutter Jutta.

Kinderprinz Simon 2016

Simon Fuchs aus Kasbach übernimmt in dieser Session das Amt des Kinderprinzen des Ohlenberger Möhnenvereins.
Bild: privat

Da ihr Sohn gerne bereit war, in die Rolle des Kinderprinzen zu schlüpfen, ist er nun im Karneval als „Simon II. vom rasenden Drahtesel“ unterwegs. Der Name, den sich die Familie ausgedacht hat, passt „wie die Faust aufs Auge“. „Jeden Tag muss er mal mit dem Fahrrad raus und am Wochenende macht er dann auch meistens Mountainbike-Touren mit seinem Vater im Wald“, weiß seine Mutter zu berichten.

Vor gut zwei Wochen hat Simon an der Bürgermeisterverhaftung des Kasbacher Karnevals-Komitees und dem anschließenden Karnevalistischen Abend teilgenommen. „Das war sein erster Auftritt überhaupt“, so Jutta Fuchs. Auch eins von Simons persönlichen Highlights seiner Session als Kinderprinz ist bereits abgehakt: der Kinderkarneval im Kasbacher Bürgerhaus. „Das war sein großer Tag“, so seine Mutter. Nachdem er sich dem Publikum zu Beginn mit einem gereimten Spruch vorgestellt hatte, hatte er im Laufe der Veranstaltung Gummibärchen und Orden an die auftretenden Gruppen verteilt.

Auf der To-do-Liste des Kinderprinzen stehen aber noch immer einige Termine, wie der Kinderkarneval in Erpel, Dattenberg und Ockenfels mit den Tanzflöhen, die Karnevalsmesse in Kasbach, der Besuch des Ohlenberger Kindergartens an Weiberfastnacht mit den Möhnen und der Veilchendienstagszug in Kasbach.

Auf den Zug und das Kamelle schmeißen freut sich Simon übrigens ganz besonders. Um den Wagen, auf dem er stehen wird, kümmert sich sein Vater. Es handelt sich dabei um eine geliehene Holder, die man mit Fahrrädern beziehungsweise Fahrradteilen verzieren möchte.

In die karnevalistischen Aktivitäten involviert ist auch Simons sechsjährige Schwester Sarah, die es toll findet, dass ihr Bruder diesjähriger Kinderprinz ist. Als Burgfräulein steht sie ihm bei all seinen Auftritten zur Seite. Das Prinzen- und das Burgfräuleinkostüm hat die Familie vom Möhnenverein zur Verfügung gestellt bekommen. Kosten entstehen ihr „nur“ durch Simons Wurfmaterial für den Kinderkarneval und Veilchendienstagszug, das Material für den Wagen sowie die Anfertigung von Orden mit einem Foto von Simon.

Dem Neunjährigen gefällt an seiner Rolle als Kinderprinz übrigens am besten, „dass ich ganz wichtig bin“. Sein Amt ermöglicht es ihm nämlich, einmal „in der ersten Reihe zu tanzen“. Ob er er später allerdings auch mal als Erwachsener Karnevalsprinz werden möchte, das weiß der Viertklässler noch nicht.

 

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