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Vereine pflegen Ortsteile und gestalten Plätze


Die Dorfwerker aus dem RWN-Land

„Unser Dorf soll schöner werden“ ist der alte Titel eines bekannten Bundeswettbewerbs, aber auch etwas, dem sich viele heimatverbundene Vereine verschrieben haben. Ehrenamtlich setzen sich die Mitglieder für die Pflege und Attraktivitätssteigerung ihres Wohnortes ein. Beim Heimat- und Verschönerungsverein Windhagen kommt beides zusammen – wurde er doch in den 70er Jahren ausgehend von der Idee gegründet, sich an der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“ zu beteiligen.

Aktive Vereinsmitglieder des Bürger- und Verschönerungsverein Dattenfeld bei der handwerklichen Pflege eines Ortsbereichs
Bild: Verein

Bei der Teilnahme am Wettbewerb 1977 landete Windhagen auf einem respektablen dritten Platz. „In Folge ist der Backes errichtet worden, der Taubenbrunnen neu gefasst worden und es sind überall Bänke aufgestellt worden“, weiß der Vorsitzende Thomas Stumpf.

„All das, was damals einschließlich Schutzhütte und Grillhütte umgesetzt wurde, wird heute von uns aufrechterhalten.“ Daher gibt es regelmäßig Arbeitseinsätze. Doch der Zweigverein des Westerwaldvereins schafft auch Neues, etwa einen Geschichts- und Geschichtenweg. „Wir werden an verschiedenen markanten Punkten Emaille-Schilder aufstellen, auf denen dann draufsteht, um welchen Ort es sich handelt“, erklärt Stumpf.

Die ersten beiden Informationsschilder wurden bereits 2017 an der Silbermine und am Backes installiert. Dieses Jahr sollen Schilder an der Hüngsberger Kapelle und an der Günterscheider Grotte folgen. Sobald mehrere Schilder stehen, wird der Verein einen kleinen Flyer erstellen, der über den Weg informiert.

Für das Erscheinungsbild von Windeck-Dattenfeld setzt sich der örtliche Bürger- und Verschönerungsverein ein. Die rund 15 aktiven Mitglieder kümmern sich etwa um die Pflege der Wanderwege und Ruhebänke. Im Frühjahr beteiligt sich der Verein stets an der gemeindeweiten Müllsammelaktion „Sauberes Windeck“. Doch es gibt auch ein besonderes Projekt, das der Verein sich für die nächsten ein, zwei Jahre vorgenommen hat: „Wir haben vor, eine historische Ortsscheune, die aktuell sehr baufällig ist, zu erwerben und wieder in einen ansehnlichen Zustand zu befördern, um sie dann als Depot oder auch als Veranstaltungsort nutzen zu können“, berichtet der Vorsitzende Gernot Patt.

Ähnliche Projekte gab es in der Vergangenheit bereits. So ist der Verein etwa Inhaber einer historischen Mühle im Ortsteil Übersetzig und hat vor einigen Jahren ein altes Fachwerkhaus im Ortskern von Dattenfeld restauriert. „Das sind Projekte, die einen funktionalen Aspekt haben, aber natürlich auch einen verschönerungstechnischen Effekt für den Ort haben sollen“, so Patt. „Aktuell engagieren wir uns auch in der Ortsverschönerungsmaßnahme, die die Umgestaltung der Hauptstraße betrifft. Das wird mehr von den übergeordneten Instanzen betreut, aber auch hier versuchen wir gestalterisch teilzunehmen.“

Die Ortsverschönerung ist auch ein Anliegen des Obst- und Gartenbauvereins Kasbach. Um daran zu erinnern, dass der Ort früher vor allem vom Weinanbau und vom Basalt gelebt hat, hat der Verein Beete mit Basaltsäulen, alten Weinfässern, einer alten Kelterpresse und Weinreben neu gestaltet. 2017 hat er die Bürger zudem dazu aufgerufen, sich als Beet- und Kübelpaten im Ort zu engagieren – durchaus erfolgreich. 2018 möchte man nun die am schönsten bepflanzten Beete und Kübel prämieren.

Der Windhagener Verein spielt übrigens mit dem Gedanken, sich erneut an dem eingangs erwähnten Bundeswettbewerb zu beteiligen, der seit 1998 „Unser Dorf hat Zukunft“ heißt. Nach dem Sommer soll eruiert werden, ob weitere Bürger bereit wären, sich der Sache
anzunehmen. (eg)

 

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