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„Zauberflöte“ wird im Cine 5 gezeigt


Die letzte Oper aus der Feder von Mozart

Sie ist ein bezauberndes Märchen, rätselhaftes Zauberspiel, philosophisches Lehrstück, lustiges Volkstheater und tragische Oper zugleich: Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“. Am Samstag, 14. Oktober, 19 Uhr, gut zwei Wochen nach seinem 226. Geburtstag, ist das letzte Bühnenwerk des großen Komponisten im Rahmen der preisgekrönten Veranstaltungsreihe „Live aus der Met“ im Asbacher Lichtspielhaus Cine 5 zu sehen, zu hören und zu genießen – in einer spektakulären Inszenierung von Julie Taymor.

Markus Werba verkörpert in Mozarts Oper „Zauberflöte“ den Vogelhändler Papageno. Das Werk kommt am Samstag, 14. Oktober, im Cine 5 in Asbach auf die Filmleinwand.
Bild: Marty Sohl/MET

Insgesamt hat das frühe „Wunderkind“ 19 Opern komponiert. Sein letztes Werk, die „Zauberflöte“, wurde knapp drei Monate vor seinem Tod am 30. September 1791 im Theater auf der Wieden in Wien uraufgeführt und gilt als Prototyp des deutschen Singspiels – im frühen Übergang von der Aufklärung in die Romantik.

Deshalb spiegeln sich in der Oper auch die Erfahrungen aus der Französischen Revolution ebenso wider wie das erwachende künstlerische Interesse an den Schattenseiten der menschlichen Seele. Zweifelsfrei steht sie in der Tradition der Wiener Zauberopern, deren Leitmotiv der Sieg der Liebe über große Gefahren ist.

Dabei spielt das Eingreifen von guten und bösen Mächten in die Geschicke der Menschen eine wichtige Rolle. Fantastisches und Reales verbinden sich ebenso wie Ernst und Humor. Seine außerordentliche Spannweite verdankt die „Zauberflöte“ allerdings nicht nur Mozarts einzigartiger Musik. Auch das balancierende Libretto seines kongenialen Partners, dem Sänger, Schauspieler, Dichter und Regisseur Emanuel Schikaneder, beschwört die unerschöpfliche Kraft der Liebe, die allein in der Lage ist, das Überleben zu sichern.

Dem Genre der Wiener Zauberopern entsprechend, spielt die „Zauberflöte“ in einer ägyptischen Umgebung. Hauptfigur ist der junge Prinz Tamino, der von der Königin der Nacht beauftragt wird, ihre entführte Tochter Pamina aus den Fängen des Fürsten Sarastro zu retten. Als Dank verspricht sie Tamino die Hand von Pamina.

Ihm zur Seite gestellt wird der naive Vogelhändler Papageno. Und bevor sie aufbrechen, erhalten sie noch zwei Instrumente – Papageno ein magisches Glockenspiel und Tamino eine Zauberflöte, deren Klang im entscheidenden Moment seine Wirkung zeigt. Denn es kommt, wie es kommen muss: Papageno, von Tamino vorausgeschickt, trifft auf Pamina, die vom Sklaven Monostatos bedrängt wird. Papageno schlägt Monostatos in die Flucht und gewinnt Pamina für Tamino.

Als sie sich davon machen wollen, werden sie von Sarastro und seinem Gefolge überrascht. Im weiteren Verlauf erkennt Tamino die Güte und geistige Überlegenheit Sarastros und wechselt die Seite. Um jedoch ein vollwertiges Mitglied der Priesterschaft zu werden, muss er zusammen mit Papageno mehrere schwere Prüfungen bestehen.

Es gelingt ihm, alle Aufgaben zu meistern, zum Lohn darf er an die Stelle Sarastros als oberster Priester treten und Pamina heiraten.

In der aktuellen Met-Inszenierung verbinden sich unterhaltender und mystischer Charakter der berührenden Oper auf einzigartige Weise. Unter musikalischer Leitung von James Levine brilliert die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz in der Rolle der Pamina. Ihr zur Seite stehen Charles Castronovo als Tamino und der deutsche Publikumsliebling René Pape als Sarastro.

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