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Ein Traditionsunternehmen aus Bad Hönningen


Die Saftspezialisten

Wer nach Gutem aus der Region sucht, muss nicht weit fahren. Denn in Bad Hönningen entstehen bei der Firma „Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine“ seit dem Jahr 1918 Saftspezialitäten. Das mittelständische Familienunternehmen in der dritten Generation hat weit mehr als 50 Produkte im Sortiment, davon 19  Direktsäfte. Neben Fruchtsäften und -nektaren können bei der Privatkelterei aber auch Wein, Sekt, Fruchtwein und Cocktails bezogen werden.

Bild: Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine GmbH

Säfte aus Maracuja, Grapefruit oder beispielsweise Johannisbeer-, Rhabarber oder Apfelschorlen – weit mehr als 50 Produkte hat das Unternehmen „Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine“ im Sortiment. „Derzeit erleben wir eine steigende Nachfrage bei Säften und Nektaren aus alten Obst- und Gemüsesorten“, verrät Geschäftsführer Hans-Jürgen Freund. „So ist heute wieder Saft und Schorle aus Rhabarber sehr beliebt.“ Das gleiche gelte übrigens auch für Holunder. „Unser Klassiker ist aber natürlich Apfelsaft“, berichtet Freund.

Fällt die Apfelernte gut aus, können in dem Werk in Bad Hönningen bis zu 1000 Tonnen Äpfel pro Jahr zu Saft gepresst und abgefüllt werden. „Unsere Saftpresse schafft bis zu 15 Tonnen Äpfel pro Stunde. Um den Saft haltbar zu machen, wird er kurzzeiterhitzt. Dadurch bleiben die Vitamine erhalten und es werden keine Konservierungsstoffe benötigt“, erklärt Freund. Danach wird der Saft in den insgesamt mehr als eine Million Liter fassenden Tanklagern gesammelt und bei Bedarf in umweltfreundliche Mehrwegflaschen zur Auslieferung abgefüllt. Schließlich werden die Getränke vornehmlich mit eigenen Lastwagen ausgeliefert.

Äpfel werden gegen Saft getauscht

Traditionell werden in Bad Hönningen von Ende September bis Allerheiligen die Äpfel zu Saft gepresst. „Denn danach kann es erfahrungsgemäß zum ersten Frost kommen“, sagt Hans-Jürgen Freund, der berichtet, dass in der derzeitigen Herbstzeit alle Produktionsanlagen auf Hochtouren laufen. Aus diesem Grund können Privatleute jetzt auch wieder Äpfel ab einer Menge von fünf Kilo bis voraussichtlich Samstag, 28. Oktober, bei dem Werk in Bad Hönningen abliefern und erhalten dafür im Gegenzug fertigen Apfelsaft. „Wichtig ist, dass die Äpfel erst gesammelt werden, wenn der Baum sie hat fallen lassen“, erläutert Freund.

Stolz ist das Unternehmen auch, dass es zwei naturtrübe Apfeldirektsäfte herstellt, bei denen die Äpfel ausschließlich aus der Region kommen. „Für den naturtrüben Apfeldirektsaft von Streuobstwiesen aus dem Rhein-Sieg-Kreis arbeiten wir mit der Biologischen Station in Rhein-Sieg-Kreis zusammen“, erläutert Hans-Jürgen Freund. Zudem gibt es auch einen Apfelsaft mit Früchten aus dem Landkreis Neuwied. „So sorgen wir dafür, dass Äpfel beispielsweise von Streuobstwiesen nicht einfach liegen bleiben, sondern gut, regional und sinnvoll verwertet werden“, erläutert Hans-Jürgen Freund. Zudem bietet das Unternehmen auch biozertifizierte Fruchtsäfte und -nektare an, die unter anderem in den Getränkeabteilungen der Vorteil-Center in Unkel und Asbach erhältlich sind.

Die Annahme von Äpfeln hat auch mit der Geschichte des Betriebs zu tun. Denn gegründet worden ist das Unternehmen 1918 unter dem Namen „Rheinische gärungslose Fruchtverwertung W. Becker-Hömig. „Damals war es noch sehr weit verbreitet, Obst zum direkten Pressen vorbeizubringen. 1978 wurde die Firma dann von Helmut Becker-Hömig in Bad Hönninger Fruchtsäfte umbenannt, auch um der Heimatverbundenheit des Unternehmens Ausdruck zu verleihen“, berichtet Freund, der sich die Leitung des Bad Hönninger Traditionsbetriebs mit der geschäftsführenden Gesellschafterin Birgit Becker-Rösler teilt. „Sie verkörpert bereits die dritte Generation in dem Familienbetrieb.“

Neben den Fruchtsäften und -nektaren gehören aber auch Wein, Sekt, Fruchtwein und Cocktails zum Sortiment des Bad Hönninger Unternehmens, bei dem insgesamt 23 Mitarbeiter beschäftigt sind. So kooperierte der Betrieb bereits seit 1997 mit dem Stadtweingut Bad Hönningen, 2005 wurde das Weingut schließlich komplett übernommen, bevor es 2013 an Alfred Emmerich und Dr. Gregor Kubatta verkauft worden ist. Die Kooperation wird aber nach wie vor fortgesetzt.

Weitere Infos zu dem Unternehmen „Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine“ sowie zur diesjährigen Apfelannahme gibt es im Internet unter www.bad-hoenninger.de. (msc)

 

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