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Söhne Mannheims – „MannHeim“


Die Söhne sind erwachsen geworden

Hinein in die Gegenwart: „MannHeim“, das neue Album der Söhne Mannheims, ist ein Triumph künstlerischer Reife und Neustart zugleich. Die Band um Xavier Naidoo brennt für ein besseres Morgen und entfacht ihr kreatives Potenzial. 

„Ich weiß, wo ich herkomme“, sagt Söhne-Frontmann Xavier Naidoo. Der Album-Titel lässt da auch keine Zweifel offen.
Bilder: Tonpool

In den Fluren der Studios in Mannheim weht ein frischer Wind. Auf dem festen Stand von 20 Jahre Bandgeschichte muss man anderen nichts mehr beweisen, nur noch sich selbst. Die Stimmung ist vertraut, doch zeigen sich die Stärken der Band in neuem Licht: Die Vielfalt an Musik und Meinungen war seit jeher fester Bestandteil der Söhne der Stadt, doch für das neue Album haben sie sich noch einmal neu erfunden.

Jungspunde wie Drummer Jonny König belebten den Schaffensprozess mit eigenen Song-Ideen, Erfolgsproduzent Alex Christensen half dabei, den Songs ein erneuertes Sound-Gewand zu geben. Xavier Naidoo hat sich hingegen schon mal die Zeit genommen, um für ein Lied, das ihn über ein Jahrzehnt begleitete, den Text reifen zu lassen. „Da muss man manchmal 14 Jahre warten, bis einem die nächste Strophe einfällt“, erklärt der Sänger. Die musikalischen Träume werden halt nicht kleiner, sobald man als Band größer wird: Sie werden möglich.

„MannHeim“ sei das Album geworden, so der einhellige Tenor, das man seit 20 Jahren schon machen wollte. Doch erst jetzt, wo aus den meisten Söhnen längst Väter geworden sind, sei die richtige Zeit dafür gekommen. Menschlich reifen, Mann werden, Verantwortung übernehmen, lautet denn auch das Credo, das bereits der Albumtitel aufgreift.

Das Gefühl von einem Zuhause ist das zweite Leitthema des Albums. „Auch wenn ich meine Heimat aus der Ferne sehe, egal wohin ich gehe, ich weiß wo ich herkomme. Daraus schöpfe ich“, erklärt Xavier Naidoo.

Mannheim, Familie und Freunde, die gemeinsame Identität bleibt ein Kraftzentrum, der eigene Kompass. Neu ist: Auf dem Album klingt ein lebensfroher Sturm und Drang durch, mehr Gegenwart zu wagen. „Wir arbeiten das Hier und Jetzt in unsere Realität ein“, fasst Billy Davis die Stimmung zusammen.

Von hohen Ansprüchen berichtet Michael Herberger: „Eine ganz wesentliche Eigenschaft von einem guten Album ist nicht nur die eine Hitsingle“, erklärt er den Wunsch, ein Album ohne Schwachpunkte zu erschaffen. Und so finden sich auf „MannHeim“ mehrere eingängige Stücke: „Treppe zum Mond“ und „Nie mehr Krieg“ sind ergreifende Protestsongs, „Verzeihung“ ist eine tief anrührende Ballade und auf „Hört jemand zu“ schlägt sich Xavier Naidoo mit aller Stimmgewalt auf die Seiten der Menschen, die keine Beachtung mehr finden.

 

 

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