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Sondaschule – „Schere, Stein, Papier“


Die „Sondaschüler“ machen ernst

Die Ska-Punks der „Sondaschule“ aus Mülheim an der Ruhr widersetzten sich vor zwei Jahren mit ihrem Top-10-Album „Schön kaputt“ der wunderschönen Hässlichkeit des regionalen Untergangs im Ruhrgebiet mit Pauken, Trompeten und Offbeats. Doch jetzt sind andere Geschütze gefragt: „Schere, Stein, Papier“, ihr neues Album, das just im 15. Jahr des Bandbestehenes erschienen ist, ist politischer und ernster geraten.

In ihrem neuen Album schlagen die Ska-Punks aus dem Ruhrgebiet nachdenklichere Töne an, bleiben ihrem gewohnten schwarzen Humor aber treu.
Bilder: Warner

Die Spaß-Punks aus dem Pott erwachsen mit „Schere, Stein, Papier“ zu einer politischen Band, bleiben aber ihrem schwarzen Humor treu und widmen sich Themen wie Endlichkeit, Amsterdam und Waffenscheinen bei Aldi mit der nötigen Portion Augenzwinkern.

„Die Frage aller Fragen, am Ende liegt’s bei dir: Himmel oder Hölle? Schere, Stein, Papier?“ heißt es auf er ersten Single, dem Titeltrack des Albums. „Schere, Stein, Papier“ besinnt sich auf den ursprünglichen Punk-Gedanken und ist ein wichtiges Statement für Weltoffenheit und gelebten Multikulturalismus, wie er im Pott bereits seit den Sechzigern zelebriert wird.

Als Punkband muss man sich in diesen Zeiten wohl klar positionieren: Die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander. Der Stein, der ins Rollen gebracht wird, steht für Aufstand und Selbstermächtigung. Am Ende aber, so hoffen es zumindest die Ruhrpott-Helden, siegt die Macht des Wortes, des Papiers: „Schere, Stein, Papier“, das siebte Album der Sondaschule setzt ein mutiges musikalisches Zeichen für Menschlichkeit. Es ist ab sofort erhältlich.

 

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