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Gudrun Küppers Kräutergarten


Ein Kleinod mit Geschmack

Zu einem beliebten Besuchsziel hat sich der traumhafte Kräutergarten im Christinenstift in Unkel entwickelt. Hier wachsen und gedeihen unter dem „grünen Daumen“ von Gudrun Küpper eine Vielzahl an Kräutern.

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Im Außenbereich des Christinenstifts in Unkel kümmert sich Gudrun Küpper um den von ihr angelegten (Kräuter-)Garten, in dem derzeit alles in voller Blüte steht.
Bild: mc

Rosmarin, Majoran, Dill, Petersilie, Melisse oder Bohnenkraut sprießen in üppiger Pracht emsig um eine alte Wasserpumpe. „Der liebe Gott hat es gut mit mir gemeint, bisher haben noch alle Aussaaten sogar die Winter überstanden“, erzählt Gudrun Küpper. Vor gut drei Jahren entstand bei der 73-Jährigen die Idee, die Gartenecke des Seniorenheims schöner zu gestalten. Carsten Tappel, der Leiter des Christinenstifts, war sofort begeistert, also stürzte sie sich in die Arbeit.

„Früher hatte ich nicht viel Ahnung von Kräutern und ihrem Anbau“, gesteht sie. Heute gilt sie als Expertin und wird gern um Rat gefragt. Jeden Tag, wenn das Wetter mitspielt, arbeitet sie in ihrem Garten. Gern gesellen sich Bewohner des Heims dazu, oft kommen auch Besucher und ganze Schulklassen vorbei, um sich bei Gudrun Küpper zu informieren.  „Es ist sehr wichtig, den Geschmack von Beginn an zu schulen. Wer mit frischen Produkten und Kräutern groß geworden ist, wird sich dies auch als Erwachsener bewahren“, wird TV-Koch Johann Lafer zitiert. Die Kräuterfrau von Unkel liegt da ganz auf einer Linie mit ihm.

Neben den bekannten Sorten hat sie auch ein paar seltene Kräuter dabei. „Der Currystrauch gehört zu meinen Favoriten. Es wird in der deutschen Küche relativ selten verwendet, und ähnelt im Geschmack der indischen Gewürzmischung Curry. Grundsätzlich sollte man ihn aber nicht damit verwechseln, er hat nicht einmal entfernt etwas damit zu tun. Auch als Heilpflanze für den Herbst ist er zu beachten, Tees und Aufgüsse lindern Husten und Heiserkeit“, verrät sie. Dabei schaut die italienische Strohblume, so wird sie auch genannt, noch sehr hübsch aus und bildet eine Zierde in Gudrun Küppers wildem Gärtchen.

Ein lohnendes Ziel bildet nicht nur der Kräuterbereich. Im Laufe der Jahre kamen eine Unkeler Wein­ecke, eine Ausstellung von alten Haus- und Gartengegenständen und ein Gemüsebeet dazu. Zu allem weiß Gudrun Küpper Interessantes zu berichten. Jeden Tag, wenn sie im Garten werkelt, wird auch Tee mit frischen Kräutern zubereitet, den sie ihren Gästen offeriert. Jetzt steht alles in voller Blüte, ein Abstecher in die Kirchstraße 12 in Unkel lohnt. (mc)

 

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