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Positive Bilanz nach fünf Jahren Mehrgenerationenhaus


Ein Konzept, das funktioniert

In den fünf Jahren seines Bestehens ist das Mehrgenerationenhaus Neustadt/Wied tatsächlich zu einem Treffpunkt für alle Altersklassen geworden. Die RWN-Redaktion gibt einen Überblick über die Entwicklung des Hauses und aktuelle Angebote.

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Viele Kurse wie etwa der PC-Club haben laut Leiterin Angela Muß eine bunt gemischte Klientel. Zum Kaffeeklatsch kämen aber überwiegend Senioren.
Bilder: mc

Am 1. Januar 2017 startet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Die bisherigen Standorte bleiben möglichst erhalten. So konnte der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auch den Koordinatorinnen der Mehrgenerationenhäuser in Neuwied und Neustadt/Wied unter der Trägerschaft der Kath. Familienbildungsstätte Neuwied die frohe Botschaft der weiteren Unterstützung verkünden.

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Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Neustadt/Wied: Angela Muß

Bereits seit der Eröffnung 2012 leitet Angela Muß die Einrichtung in Neustadt/Wied für die VG Asbach. „Die Resonanz war von Beginn an sehr positiv und hat sich immer weiter gesteigert. Der offene Treffpunkt für Menschen aller Generationen wird tatsächlich von Jung und Alt gemeinsam genutzt. Unser jüngster Teilnehmer ist vier, die älteste über 90 Jahre alt.“ Über 80 Angebote aus allen Bereichen können ohne Anmeldung und Verpflichtung besucht werden.

Geleitet werden die Kurse ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Ohne diese Menschen wäre das ganze Projekt nicht machbar. Uns hier in Neustadt unterstützen 96 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 90 Jahren. Er ist für mich immer noch überwältigend, wie groß die Bereitschaft war und ist, sich zu engagieren. Die Zahl der Helfer ist stetig gestiegen, pro Jahr kommen etwa zehn neue Bereitwillige dazu“, berichtet Angela Muß über die positive Entwicklung.

Es gibt natürlich Angebote, bei denen bestimmte Altersgruppen überwiegen. „Beim Kaffeeklatsch kommen eher die Senioren und bei den Sprachangeboten vorwiegend jüngere Jahrgänge. Viele Kurse wie etwa der PC-Club haben aber ein sehr gemischtes Klientel.“

Dankbar sind Jugendliche für die Beratungsprogramme, die vorwiegend von Menschen Ü60 offeriert werden. „Hausaufgaben- und Bewerbungshilfe oder etwa auch Immobilienberatung oder Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen werden häufig frequentiert. Umgekehrt freuen sich unsere Kursleiter, dass ihre Erfahrung so geschätzt wird.“

Das Herzstück der farbenfroh eingerichteten Räume in der Hauptstraße 2 ist das Café. „Jeder kann es nutzen für ein nettes Gespräch, einen Kaffee oder eine kurze Verschnaufpause. Zeitungen und Gesellschaftsspiele und Bücher sind auch vorhanden. „Wir laden auch jeden dazu ein, sein Mittagsessen mitzubringen und hier im Mehrgenerationenhaus gemütlich zu speisen.“ Vor allem für die Teenager interessant: Die Einrichtung  verfügt über freies WLAN.

Geöffnet ist das Mehrgenerationenhaus Montag von 14 bis 18 Uhr und Dienstag, Mittwoch von 9 bis  14 Uhr und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und zu Sonderveranstaltungen auch am Wochenende. Das Angebotsprogramm gibt es als Broschüre oder als Download auf mgh-neustadt-wied.de. (mc)

 

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