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Esel suchte Platz für Kapelle aus


Eine göttliche Entscheidung


Bild: Löhr

Zur Regierungszeit des Grafenehepaares Mechthild und Heinrich von Sayn wurde der jungen Mechthild ein Junge geschenkt. Welch eine Freude war dies in der Neuerburg (Niederbreitbach). Vater Heinrich wollte seinen Sohn selbst zur Kapelle Uetgenbach bei Asbach zur Taufe bringen.

Amme und Paten begleiteten ihn. Es war allerdings Spätherbst und unendlich kaltes und nasses Wetter. Das Kind erkrankte so sehr, dass es auf dem Heimweg im Dörfchen Neustadt starb. Zum Gedächtnis an ihren Sohn beschloss das Grafenpaar, eine Kapelle in Neustadt zu errichten. Den genauen Standort der Kapelle überließen sie der Fügung Gottes. Einen Esel belud man im Jahr 1229 beidseitig mit schweren Basaltsteinen und ließ ihm freien Lauf.

Wo seine Last zu Boden sank, sollte die Kapelle gebaut werden. Der Esel trabte los. Saftige Wiesen lockten ihn vom Wiedufer weg. Im saftigen Grün fraß sich der Esel satt und als er voll und rund war, streckte er sich zu Boden. Dabei fielen die Basaltsteine herunter. Es war ein Platz oberhalb im Dorf auf dem Platz wo später die Amtsverwaltung hin gebaut wurde.

Das Grafenpaar sah das als Gottesentscheidung und ließ Neustadts erste Kirche dort bauen. Ihr folgte 1873 das heutige Bauwerk. (hjl)

 

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