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Tischtennis


EM-Bronze für Heidi Wunner im Doppel

Bei den Tischtennis-Europameisterschaften der Senioren im schwedischen Helsingborg gelang der Rheinbreitbacherin Heidi Wunner erneut ein toller Erfolg. Zusammen mit ihrer Partnerin Renate Metge vom Westdeutschen Tischtennisverband schaffte sie im Doppel in der Klasse Ü 75 erneut den Sprung aufs Treppchen. „Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet“, freute sich Wunner über ihre Bronzemedaille. Insgesamt waren in der Helsingborg-Arena über 2100 Teilnehmer in 32 Klassen am Start.   

Bronzemedaille für Heidi Wunner bei der Tischtennis EM
Bild: David Riddering

Für Heidi Wunner standen diesmal  schon die Vorzeichen nicht besonders gut. „Wegen einer Blessur konnte ich nicht richtig trainieren, so dass ich in den ersten Einzelspielen in Helsingsborg komplett neben mir stand“, ärgerte sich die 78-Jährige. Zudem war ihre langjährige Doppelpartnerin Karla Gutschmidt erkrankt und konnte deshalb die Reise nach Schweden nicht antreten.

Und so kam es wie es kommen musste. Im Einzel reichte ein 3:2 Erfolg gegen die Tschechin Eva Svecova  nach 0:2 Satzrückstand bei  zwei Niederlagen in den Gruppenspielen erwartungsgemäß nicht aus, um in die Hauptrunde einzuziehen. „Das frühe Aus habe ich schnell abgehakt und mich dann ganz auf die Doppelkonkurrenz konzentriert“,  erzählt die Rheinbreitbacher Ausnahmesportlerin.

Und im Doppel lief es dann auch deutlich besser. Mit einer Niederlage in den Gruppenspielen gegen ihre alten britischen Rivalinnen Sally Bax und Carol Judson schaffte die rheinländisch/westfälische Kombination letztlich souverän den Einzug in die Hauptrunde. Nach einem ungefährdeten 3:1 Erfolg in einem rein deutschen Duell gegen Ingrid Kühn/Ruth Schneider, ging es dann bereits um Medaillen.

Das Spiel um den Einzug ins Endspiel gegen die Französinnen Michele de Santa Barbara/Claudette Treinen entwickelte sich zu einem echten Krimi. Nach einer 2:1 Satzführung hatten die beiden Deutschen alle Chancen auf ihrer Seite. „Doch plötzlich lief bei uns gar nichts mehr zusammen“, ärgerte sich Wunner über zu viele leichte Fehler, die letztlich auch entscheidend für die knappe aber unnötige 3:2 Niederlage gegen die späteren neuen Europameister waren.

Auch wenn Helsingborg für Heidi Wunner unter keinem besonders guten Stern stand, hatte sie am Ende ihre gute Laune schnell wiedergefunden. „Bei optimalen Voraussetzungen wäre sicher mehr drin gewesen, aber mit der Bronzemedaille bin ich hoch zufrieden“, freute sie sich bei ihrer Rückkehr nach Rheinbreitbach.

 

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