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Es werde Licht

Selten war mehr Licht auf der Welt: Überall und immer häufiger werden auch im RWN-Land einzelne Bauwerke, ganze Städte oder Landschaften mit Licht „angemalt“. Kein Wunder, denn Licht ist eine Botschaft, die positives Lebensgefühl und Freiheit vereint. Und Licht ist ein Medium, das wie kein anderes dazu geeignet ist, die Qualitäten von Gebäuden, Plätzen und Landschaften zu materialiseren.

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Lichtkünstler Petermichael Metzler ließ zu „Rhein in Flammen“ Unkel in vielen Farben erstrahlen.
Bild: Metzler-Projekte

Wenn die Dunkelheit hereinbricht, verwandeln sich bisweilen ganze Städte, Orte, Dörfer samt ihre umliegenden Naturlandschaften in eine künstlerisch bezaubernde Welt voller Lichtkunst und kreativen Inszenierungen. Gebäude treten ins Licht, baden darin mal in schwerem Blau, mal in weichem Gold, mal in faszinierendem Rot – und immer wieder anders.

„Es werde Licht; und es ward Licht“, etwa lautete bereits zum dritten Mal das Motto Ende Oktober während des Martini-Marktes. Bei der Inszenierung „Linz leuchtet“ werden immer wieder markante Sehenswürdigkeiten der malerischen Linzer Altstadt in ein Wechselspiel der Farben getaucht.
Und auch rund um die Martinskirche ist es bunt. So erstrahlen Burgplatz, Historisches Rathaus, Neutor und Kirche dank farbwechselnder Architekturscheinwerfer in ganz besonderem Licht. Zudem wird der Innenraum der Martinskirche im Wechsellicht illuminiert, der optische Effekt durch musikalische Akzente hervorgehoben.

Wie lange solche Licht-Inszenierungen in den Köpfen ihrer Betrachter lebendig bleiben, zeigt sich bei den Besuchern des Projekts „Baulicht“ in Königswinter“. Auch zweieinhalb Jahre nach der Illumination vieler Gebäude durch den Berliner Künstler Petermichael Metzler schwelgt man in besten Erinnerungen und sieht Irrlichter auf der Fassade von Schloss Drachenburg flackern und die Formen- und Farbenspiele im Park der Villa Leonhart aufleuchten.

Gleicher Künstler zeichnete auch für die Licht-Spiele „Rheinlicht“ in Unkel verantwortlich, die in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Großspektakels „Rhein in Flammen“ gezeigt wurden: Die Gebäude der Promenade vom Gefängnisturm bis zum Fronhof erstrahlten in warmem Orangerot bis kühlem Blauviolett.

Herausforderung und Reiz zugleich sei die Lage am Rhein gewesen, äußert sich Metzler zum Projekt. Denn einerseits reflektiere der Fluß das Licht so schön, andererseits galt es mit den „ technischen Gegebenheiten, wie der fehlenden Stromversorgung“ klarzukommen.

Bei der Installation der Arbeit seien dann auch noch andere, neue Ideen entstanden, „die bei einer der nächsten Arbeiten am Wasser sicher mit einfließen werden“, denkt der Künstler bereits an eine mögliche Neu-Auflage im kommenden Jahr, für die die Tourismus Siebengebirge GmbH und die Tourismus & Congress GmbH Bonn derzeit die Tücher trocknen.

„Neben Schlössern, Burgen, Klöstern; Kirchen und Industrieanlagen gäbe es schon einiges mehr zwischen Bonn und Neuwied, das man für eine Nacht total verzaubern kann“, hat Petermichael Metzler weitere attraktive Licht-Motive im Visier.

Doch auch für die Fans von eher klassischen Feuerwerks- oder Lichtinszenierungen leuchtet das RWN-Land in den kommenden zwölf Monaten hell: Den Auftakt macht das traditionelle Lichterfest in Oberpleis am 28. November, dem dann viele Weihnachtsmärkte folgen, bis am 3. Mai 2014 rot leuchtende Bengalfeuer bei „Rhein in Flammen“ wieder die Ufer und Sehenswürdigkeiten zwischen Linz und Bonn in ein festliches Licht eintauchen.

Und auch die traditionsreiche Veranstaltung „Wied in Flammen“ im Sommer wird wieder Tausende zur Nacht der 1000 Lichter anlocken.

 

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