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Zwei Sprachklassen in Neuwied


Flüchtlinge in der Berufsschule

Bei der gewaltigen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen haben die Schulen eine Schlüsselrolle. Axel Lischewski ist seit 2010 Schulleiter an der Alice-Salomon-Schule, die auch Flüchtlingskinder bis 18 Jahren aufnimmt.

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Amin Sorkhabi (rechts) besuchte Schulleiter Axel Lischewski (links) in der Alice-Salomon-Schule in Linz.
Bild: Presseagentur Funk

Die Alice-Salomon-Schule ist eine Berufsbildende Schule für Berufsvorbereitung, Sozialwesen, Hauswirtschaft sowie Gesundheit und Pflege mit zwei Schulstandorten. Die Mutterschule befindet sich in Linz, die Außenstelle in Neuwied. „Wir haben viele Schüler mit Migrations- und Ausländerhintergrund aus Syrien, Äthiopien, Afghanistan und vielen anderen Ländern“, weiß Berufsschulleiter Axel Lischewski.

Derzeit gibt es am Standort in Neuwied zwei Sprachklassen für Flüchtlingskinder: einen für Analphabeten, der andere beginnt mit A1 und A2 Niveau. „Die Flüchtlingskinder werden von zwei Fachleuten unterrichtet, die Deutsch als Zweitsprache studiert haben. Die Kinder lernen intensiv Deutsch, um nach einem Schuljahr in eine Regelklasse gehen zu können“, erklärt Lischewski. „Wir machen aber nicht nur Sprachunterricht, sondern wir gehen mit den Kindern auch in den Unterricht, um aufzuzeigen, in welchen Berufen ausgebildet wird.“

Das Tempo, in dem die Schüler die deutsche Sprache lernen, ist übrigens sehr unterschiedlich. „Ich habe eine junge Dame, die vor sechs Monaten nach Deutschland gekommen ist, die sehr gut deutsch sprechen kann“, erzählt Lischewski. „Aber es gibt andere, die brauchen länger Zeit, um Deutsch zu lernen.“ (as)

 

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