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Fotoausstellungen in der RWN-Region und Umgebung


Fremde Welten und andere Zeiten

Fotoausstellungen entführen ihre Besucher in fremde Welten und andere Zeiten. Auch in der RWN-Region und in der näheren Umgebung gibt es in diesem Sommer einiges zu entdecken.

Um die Geschichte der Fotografie dreht sich eine Ausstellung in der Festung Ehrenbreitstein.
Bild: PublicDomainPictures

Im Zentrum der Ausstellung „Reisender ohne Fahrschein“ des Düsseldorfer Fotografen Klaus Mettig stehen großformatige und detailreiche Tableaufotografien aus den Jahren 2005-2012. Sie zeigen Szenen aus Metropolen wie Ramallah, Delhi, Shanghai und New York. Die Fotografien fangen das Charakteristische und Unverwechselbare eines Landes und einer Stadt ein, ohne dabei voyeuristisch oder wertend zu sein. Die Ausstellung ist bis 9. Juli im LVR-Landesmuseum, Colmantstraße 14-16, in Bonn zu sehen.

Karlsson vom Dach, Mio, mein Mio, die Kinder aus der Krachmacherstraße,  Ronja Räubertochter: Astrid Lindgrens Figuren sind Ikonen der Kinderliteratur. Dass man diese weltberühmten Werke auch „bildlich“ vor Augen hat, dazu haben die Illustrationen Ilon Wiklands beigetragen, die zahlreiche Bücher Lindgrens bebilderte. In der Ausstellung „Über Tisch und Bänke“ im Bilderbuchmuseum Troisdorf werden ihre Originalillustrationen aus den 50er Jahren bis heute zu sehen sein, die die künstlerische Entwicklung aber auch Konstanten in der Bildsprache der Illustratorin zeigen. Die Ausstellung ist bis zum 9. Juli zu sehen.

Katharina Sieverding. Kunst und Kapital. Werke von 1967 bis 2017 – so der Titel einer Fotoausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn. Katharina Sieverding gehört zu den international renommierten Künstlerinnen, die schon früh mit ungewöhnlichen Bildfindungen und einer innovativen medialen Kunstpraxis das künstlerische Potential der Fotografie erneuert haben. Die Ausstellung ist bis zum 16. Juli zu sehen.

Der international bekannte Fotograf Herbert Piel, viele Jahre auch in der Region Neuwied unterwegs, dokumentierte im Auftrag der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz die Ankunft von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz. Piel, der bereits viele der Krisengebiete, aus denen die Menschen kamen, für Reportagen besucht hatte, zeigt dabei auch die Arbeit der vielen behördlichen und ehrenamtlichen Helfer. Die Fotografien zeichnen ein berührendes Bild der vielen tausend Menschen, die in den Aufnahmeeinrichtungen leben. Die Ausstellung ist bis zum 5. Juni in der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz zu sehen.

Ebenfalls im Haus der Fotografie in der Festung Ehrenbreitstein ist die Landessammlung zur Geschichte der Fotografie als Dauerausstellung zu sehen. Sie erzählt von den technischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Mediums sowie von Fotografenhandwerk, Fotokunst und Amateurfotografie. Sie zeigt, wie sich die Fotografie als reproduzierbares Massenmedium etablierte und typische Genres von der Landschaftsfotografie bis zur Fotokunst entstanden.

Zu einem unterhaltsamen Ausstellungsbummel lädt das Dorfmuseum Leutesdorf unter dem Titel „Wer kennt wen?“ ein. Gezeigt werden Fotos von und mit Leutesdorfer Bürgern aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Sonderausstellung ist bis zum 25. Juni zu sehen. Öffnungszeiten des Museums an der Oelbergstraße: Jeweils am letzten Sonntag eines Monats zwischen 14 und 17 Uhr.

Die Kroppacher Schweiz ist das spezielle Thema der diesjährigen Westerwälder Fototage, die der Verein Westerwälder Fotofreunde am Wochenende 19./20. August in seinen Räumen Im Vogtshof in Hachenburg anbietet. Wer möchte, kann seine Ergebnisse (und auch andere Bilder) zum Fotowettbewerb „Das beste Bild der Welsterwälder Fototage“ anmelden. Weitere Infos: www.ww-foto-freunde.info

Das Landesmuseum Koblenz zeigt wieder die Ausstellung des renommierten Nachwuchsförderpreises „gute aussichten – junge deutsche fotografie“. Seit 2004 kürt die Jury des Wettbewerbs einmal im Jahr die besten Arbeiten des jeweiligen Abschlussjahrgangs aller deutschen Hochschulen. In diesem Jahr wählte die Expertenjury sieben Preisträger aus 77 Einreichungen aus. Die Werke sind bis zum 3. September zu sehen.

Insgesamt 43 Fotografien des Bonner Fotografen Jörg Balthasar zeigen Paris aus einer ganz persönlichen Perspektive. Der Künstler, der sich eigentlich als Porträtfotograf einen Namen gemacht hat, hat verschiedene Stadtbezirke zur gleichen Morgenstunde in Paris fotografiert. Die Schau ist bis zum 29. Juni im Institut Francais, Adenauerallee 35, in Bonn zu sehen.

Die geplante Ausstellung zum Geburtstag der Drachenfelsbahn ist noch nicht zu sehen, aber wer in den kommenden Wochen im Umfeld der Touristenattraktion in Königswinter einen Fotografen mit historisch wirkender Ausrüstung antrifft, der erlebt die Vorbereitungen zu dieser besonderen Schau hautnah. Der aus Königswinter stammende und nun in Berlin lebende Christian Klant produziert die Bilder für die geplante Ausstellung zum 135. Geburtstag der Bahn im kommenden Jahr mit einer Ausrüstung, die ungefähr aus der gleichen Epoche wie die Bahn stammt. Die sogenannte Nassplattentechnik erfordert einen besonderen Aufwand vor Ort. (fu)

 

 

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