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Zierfische gefährden heimische Tierwelt


Goldfische nicht aussetzen

Wenn sich Goldfische im Aquarium oder Gartenteich zu sehr vermehren, setzen manche Besitzer die überzähligen Tiere in der freien Natur aus. Die Wenigsten wissen, dass die Zierfische schnell zu einer ernsten Gefahr für die heimische Tierwelt werden.

Ausgesetzte Goldfische Heinz Abbel_

Das Foto zeigt den reichlichen Nachwuchs ausgesetzter Goldfische in einem Teich.
Bild: Heinz Abbel/NABU

Goldfische sind wunderschön anzusehen und werden daher gerne in Gartenteichen und Aquarien gehalten. Doch was passiert, wenn es zu viele werden? Für manche Menschen liegt die Lösung nahe. Doch ausgesetzt in der freien Natur entwickeln sich die scheinbar harmlosen Zierfische schnell zu einer ernsten Gefahr für die heimische Tierwelt. Sie vermehren sich rasant und sind bei der Nahrung nicht wählerisch. So stehen etwa Kaulquappen, Molch- und Libellenlarven auf ihrem Speiseplan.

„Leider ist immer wieder zu beobachten, dass Stillgewässer über Nacht zum Goldfischteich werden, weil vermeintliche Tierfreunde ihre überzähligen Exemplare darin aussetzen“, berichtet Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald. „Das mag gut gemeint sein, ist aber für darin laichende Frösche, Kröten und Molche oft das Aus.“ Gerade bei seltenen oder besonders gefährdeten Arten sei dies ein Problem.

Nachwuchs lieber im Zoohandel abgeben

Haben sich Goldfische erst einmal erfolgreich etabliert und vermehrt, ist ihnen kaum noch Herr zu werden. Selbst natürliche Feinde wie Graureiher können die Bestände kaum mehr reduzieren. „Nicht ohne Grund ist die Aussetzung gebietsfremder Arten durch die Naturschutzgesetze verboten“, so Krause-Heiber. „Daher appellieren wir an alle Aquarien- und Teichbesitzer, ihre überzähligen Goldfische nicht in freier Natur zu entsorgen und stattdessen im Zoohandel oder bei befreundeten Teichbesitzern nach Ersatzquartieren Ausschau zu halten.“

Wer mehr über die heimischen Amphibien und ihre Bedürfnisse erfahren möchte, dem empfiehlt der NABU die farbige Broschüre „Frösche, Kröten, Molche“, in der auf 55 Seiten alle Arten vorgestellt werden. Sie kann gegen Einsendung von sechs Briefmarken zu 62 Cent bei der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald, Alte Schule/Hauptstraße 5, 56412 Holler, bestellt werden.

 

 

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