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Indirektes Grillen im Winter


Grillspaß bei Wind & Wetter

Wer sagt denn, dass Grillen nur ein sommerliches Vergnügen sein muss? Mit einem Smoker, Gas- oder Kugelgrill wird jede Witterung zum Grillwetter. Besonders trendy ist übrigens der, der im Winter zum heißen Genuss einlädt.

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Immer mehr Grillbegeisterte lassen sich vom Wetter nicht mehr einschränken und grillen das ganze Jahr hindurch.
Bild: profagus.de

Ob Regen, Sturm oder Schnee: Einem echten Grillfan ist das Wetter vollkommen egal. Es ist allerdings keine gute Idee, bei schlechten Wetterlagen einfach mit dem Holzkohlegrill in die Garage oder das Gartenhäuschen umzuziehen. Denn in geschlossenen Räumen kann der Rauch unter Umständen gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen annehmen. Echte BBQ-Fans hingegen sind für das Allwetter-Grillen bestens vorbereitet – ihr Grill hat einen Deckel und steht, gut vor Nässe geschützt, unter einer wetterfesten Markise, einem Glasdach  oder einem Balkon. Und auch die Kleidung ist entsprechend gewählt. Im Idealfall sorgt ein zusätzlicher Heizstrahler für angenehme Wärme.

Der Trick beim winterlichen Garen unter der Haube: Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nicht direkt über der Glut, sondern über einer Schale, die den Fleischsaft auffängt. Die Briketts liegen am Rand und der Deckel sorgt für zirkulierende Heißluft, die das Fleisch bei 150 bis 200 Grad Celsius gart. Der Deckel bleibt so lange geschlossen, bis das Fleisch durchgegart ist und das Fleischthermometer mittels externer Anzeige die gewünschte Kerntemperatur anzeigt. Besonders angenehm für Gastgeber bei dieser Methode ist, dass man nicht ständig am Grill stehen muss, sondern Zeit für seine Gäste hat.

Apropos Zeit: Beim indirekten Grillen benötigt man etwas Geduld. Ob Spareribs, Roastbeef oder ein ganzes Hähnchen – bei großen Fleischstücken gilt: Gut Ding will Weile haben. Ein Krustenbraten aus Schweineschulter oder -schinken beispielsweise braucht zwei bis drei Stunden auf dem Rost, bis er eine Kerntemperatur von 72 bis 76 Grad Celsius erreicht. Für Spareribs, Hähnchen und Roastbeef genügen 60 bis 90 Minuten. Saftiger wird das Fleisch übrigens, wenn die Grillschale mit etwas Flüssigkeit gefüllt ist. Ob Wasser, Bier oder Wein: Durch das Verdampfen bleibt die Luft im Grill feucht und das Fleisch gewinnt zusätzlich an Geschmack. Darüber hinaus fängt die Schale herabtropfenden Fleischsaft und Marinade auf, sodass der Grill sauber bleibt. Aus der Flüssigkeit lässt sich zudem eine leckere Sauce zubereiten: einfach mit Gewürzen und Gemüse verfeinern. (imr)

 

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