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Gemeinnütziges Projekt in der Rheinstadt dient auch der Umwelt


Honnefs bunte Taschenwelt

Stoff statt Plastik, so lautet das Motto der Internationalen Nähstube in Bad Honnef. Angeleitet von Brigitte Meyer auf der Heide und ihren zahlreichen Helferinnen fertigten Flüchtlingsfrauen aus aller Herren Länder gemeinsam wunderschöne Einkaufstaschen, die gegen eine Spende reißenden Absatz fanden.

Einkaufstaschen in bunten Farben haben Flüchtlingsfrauen aus aller Welt gemeinsam in Bad Honnef für den guten Zweck gefertigt.
Bild: M. Cramer

Seit etwa mehr als einem Jahr besteht die Internationale Nähstube. Sie erfreut sich bei Einheimischen und Flüchtlingsfrauen größter Beliebtheit. Immer wieder montags von 14.30 bis 16.30 Uhr treffen sich die Damen zum gemeinsamen Handarbeiten im Werkraum der Konrad-Adenauer-Schule in Bad Honnef. Möglich ist das herausragende Projekt dank der großen Unterstützung aus der Bevölkerung. Fast jede Woche werden Stoffe, Wolle, Nähmaschinen und alles, was man zum Nähen, Stricken oder Häkeln braucht, abgegeben.

Aber auch Sahar und Rojeen aus Syrien und ihre Freundinnen wollten einen Beitrag leisten. So lernten sie nach Anleitung zauberhafte Taschen aus bunten Stoffen zu nähen. Als die Aktion bekannt wurde, fanden sie in Windeseile Abnehmer. Nach dem ersten Schwung, wurde ein Kassensturz gemacht. Mehr als 1000 Euro kamen so zusammen. Von dem Geld wurden dringend benötigte Nähmaschinen angeschafft.

Wer sich für eine solche Tasche interessiert, kann gerne einmal in der Internationalen Nähstube vorbeischauen. Auch weitere Sachspenden sind immer willkommen.

Das einmalige Projekt, das mit einer Nominierung für den Ehrenamtspreis Nordrhein-Westfalen belohnt wurde, fand jetzt in Königswinter Nachahmer. Auch in der Nachbarstadt gibt es jetzt eine solche Einrichtung. (mc)

 

 

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