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Gebürtige Syrerin hilft Flüchtlingen


Im Einsatz als Übersetzerin und Patin

Seit Februar 2016 ist die Aegidienbergerin Heyin Heelemann bei der Stadtverwaltung Bad Honnef als Übersetzerin für Flüchtlinge halbtags angestellt. Vorher hat sie die Tätigkeit ehrenamtlich ausgeübt.

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Bad Honneferin Heyin Heelemann (Mitte) ist gebürtige Syrerin, lebt aber seit mehr als 25 Jahren in Deutschland. Für sie ist es selbstverständlich, sich für Flüchtlinge zu engagieren.
Bild: mc

Alles begann damit, dass die mehr als 25 Jahre in Deutschland lebende, gebürtige Syrerin in einem Discounter einem jungen Mann zusah, wie er etwas hilflos suchend ein Paket Salz einer teuren Sorte in seinen Einkaufswagen packte. Sie sprach ihn in seiner Muttersprache an und zeigte ihm ein preiswerteres Produkt. Heyin Heelemann spricht neben kurdisch auch arabisch, iranisch, türkisch und deutsch. „Nicht alles perfekt, aber ich kann mich verständlich machen“, verrät sie schmunzelnd.

Es war dann für sie selbstverständlich, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und sich als Hilfe anzubieten, auch heute noch nach Dienstschluss. Wenn sie um 12.30 Uhr das Rathaus verlässt, steht sie weiter zur Verfügung.

Manchmal bis in die Nacht hinein klingelt ihr Handy, wenn zum Beispiel jemand ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Regelmäßig besucht sie mit Frauen aus Aegidienberg die internationale Nähstube oder fährt sie zum Internationalen Cafe oder zu Kleiderstuben. Ganz besonders haben es ihr die Frauen mit Kindern angetan. „Ich betreue privat mehrere, sie liegen mir sehr am Herzen.“ Aber auch sie wird von ihren Frauen geschätzt und geliebt.

Nadine Batzella vom Fachdienst Soziales, zuständig für Aussiedlerfragen im Bad Honnefer Rathaus, ist froh, Heyin Hellemann als Mitarbeiterin zu haben. „Die Zusammenarbeit hat sich hervorragend entwickelt. Wir profitieren davon, dass sie die Mentalität der Länder kennt und manche Dinge anders einschätzt als wir. Ihr zusätzliches Engagement ist bewundernswert, auch wenn es manchmal schwierig ist, Beruf und Patenschaft voneinander zu trennen. Aber Frau Hellemann gelingt der Spagat. Sie macht den bei uns gelandeten Flüchtlingen aber auch klar, dass Integration auch Anpassung von ihrer Seite bedeutet.“ (mc)

 

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