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Die RWN-Medienschule


Im Wilden Westen des Internets

Abmahnungen aufgrund der Verwendung von Bildern im Internet sorgen regelmäßig für Aufregung und heiße Diskussionen. Denn gerade beim sogenannten Copyright und den Folgen herrscht allgemein große Unwissenheit. Zudem trägt die nicht immer eindeutige Rechtsprechung mit zu der weit verbreiteten Verunsicherung bei.

Dislike

So mancher Urheber ist wenig angetan, wenn sein Bild unerlaubt in sozialen Netzwerken geteilt wird.
Bild: Fotolia/xurzon

Schnell können Nutzer in eine der vielen Fallen tappen, die dann wegen Lizenz- und Urheberverletzungen bisweilen mit hohen Strafen geahndet beziehungsweise häufig von „Abmahnanwälten“ skrupellos ausgenutzt werden.

Klar ist: Das Internet wie auch die Sozialen Netzwerke sind keine rechtsfreien Räume. Und so gilt grundsätzlich auch derjenige immer als Urheber eines Fotos, der es gemacht beziehungsweise erstellt hat – egal, ob es sich um einen Schnappschuss oder eine professionelle oder künstlerische Arbeit handelt. Gleiches gilt für Filme, Videos, Zeichnungen, Grafiken und Karten.

Als einziger kann der Urheber jedoch das Nutzungsrecht beispielsweise an Online-Bilddatenbanken übertragen beziehungsweise zeitlich beschränkt oder gar dauerhaft verkaufen. Bei der Verwendung von nicht selbst fotografierten Bildern sollte man sich daher immer die Verwendungs- und Nutzungsrechte schriftlich einholen und im Fall kostenpflichtiger Copyrights die Erlaubnis zur Veröffentlichung gegen Vergütung sichern.

„Recht am eigenen Bild“

Doch auch der Urheber hat einige Einschränkungen zu beachten. Zum einen regelt das „Recht am eigenen Bild“, dass ein Foto nicht ohne Zustimmung derjenigen Person veröffentlicht werden darf, die darauf abgebildet ist. Dies gilt allerdings nur, wenn diese Person individuell zu erkennen ist. Ausnahmen gibt es zudem bei den sogenannten Personen der Zeitgeschichte, bei Personen, die Teil einer öffentlichen Veranstaltung sind, oder jenen, die auf Fotos nur als Beiwerk erscheinen.

Die zweite Einschränkung ist die so genannte Panoramafreiheit. Sie besagt, dass Gebäude, Kunstwerke oder Sehenswürdigkeiten fotografiert und die Bilder dann auch veröffentlicht werden dürfen, wenn die Motive von öffentlichen Straßen und Wegen aus einsehbar sind. Folglich darf niemand auf eine Leiter steigen, um über eine Hecke hinweg auf ein Privatgrundstück zu fotografieren oder filmen.

 

 

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