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Anita Noll blickt 60 Jahre zurück


Jubelkommunion in Horhausen

In diesem Frühjahr jährt sich die Erstkommunion von Anita Nell bereits zum 60. Mal. Aus diesem Grund kam die Horhausenerin am Ostermontag mit Gleichgesinnten zusammen, um Jubelkommunion zu feiern.

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Anita Nell hat nicht nur gefeiert, sondern die Jubelkommunion auch mitorganisiert.
Bilder: Privat

Ihre Erstkommunion im Jahre 1956 war für Anita Nell „ein großes Ereignis“. „Wir waren gut vorbereitet und hatten Respekt vor dem Pastor, auch unterschwellig Angst, man würde was falsch machen“, erinnert sich die Jubilarin. „Aber es war ein schönes Fest. Es war etwas Besonderes.“ Da es zu Hause nicht genug Platz für alle Gäste gab – Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft –, wurde insgesamt drei Tage lang gefeiert.

In diesem Jahr hat die Horhausenerin nur an einem Tag, am 28. März, gefeiert. „Es wird eine festliche Messe gestaltet, dann geht man gemeinsam Mittagessen und frischt alte Erinnerungen auf“, erzählt das Mitglied des Kirchenchors, das vor zehn Jahren erstmals an einer Jubelkommunion teilgenommen hat. Während damals noch alle Horhausener Jubilare in einem Lokal zusammenkamen, wurde diesmal an zwei verschiedenen Orten gefeiert, da nicht alle Personen in einem Restaurant Platz fanden.

Vor zehn Jahren war Nell von Ursula Schmuck vom Pfarrbüro darauf angesprochen worden, ob sie bereit sei, die Organisation des 50-jährigen Jubiläums zu übernehmen. „Da habe ich noch zwei Frauen dazu genommen. Man muss ja die Anschriften ermitteln, viele sind ja weggezogen“, erzählt Anita Nell, die auch Mitglied der kfd Horhausen ist. „Und dann setzt man sich zusammen, verfasst ein kleines Rundschreiben und schickt die Einladung an die Jubelleute.“

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Ihre Erstkommunion im Jahre 1956 war für die Horhausenerin „ein großes Ereignis“.

Auch anlässlich ihrer diamanten Jubelkommunion war die 69-Jährige wieder aktiv: „Ich hatte ja von damals die Anschriften alle noch. Ich habe eine Schulfreundin mit ins Boot geholt und dann haben wir wieder eingeladen.“ Von 26 Eingeladenen haben 18 zugesagt. „Das ist doch schön“, meint Nell. Einige seien ja auch schon verstorben, andere wegen Ostern verhindert oder im Urlaub gewesen.

Weniger gut war die Resonanz bei den Leuten, die 2016 ihre silberne oder goldene Jubelkommunion feiern. Vor 50 Jahren sind in Horhausen viele Kinder zur Kommunion gegangen, gemeldet haben sich jedoch nur 17 von ihnen. Und von 30 Personen waren nur zwei daran interessiert, ihre 25-jährige Jubelkommunion zu feiern. „Die Religion interessiert nicht mehr“, glaubt Anita Nell, die den Ostermontag im Kreise ihrer Familie ausklingen ließ.

 

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