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400.000 Nachkommen in sieben Jahren


Kastration dient dem Schutz der Tiere

Jährlich werden im Rhein-Sieg-Kreis durch ehrenamtlich tätige Mitglieder verschiedener Katzenschutzinitiativen insgesamt über 850 freilebende Katzen eingefangen und auf eigene Kosten kastriert und behandelt.

Zweifelsfrei niedlich anzusehen, aber über die Kastration sollte sich jeder Gedanken, machen, der seiner Katze den Freigang ermöglichen will..
Bild: Jan-Mallander

Trotz dieser erheblichen Bemühungen steigt die Zahl der streunenden und verwilderten Katzen ständig an, denn bereits vier Monate alte Tiere können Nachwuchs bekommen – pro Jahr zwei Mal mit vier bis sechs Kätzchen. Eine unkastrierte „Hauskatze“ und ihr Nachwuchs können so in sieben Jahren über 400.000 Nachkommen zeugen. Die Folge sind oft verwilderte Katzenpopulationen, die durch schlechte Haltungsbedingungen, Hunger und Krankheit ein leidvolles Leben fristen und letztlich elend sterben, teilt die Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises in einer Pressemitteilung mit.

„Ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Katzenhalters, der seiner Katze Zugang ins Freie gewährt. Lassen Sie Ihre Katzen spätestens im Alter von vier bis sechs Monaten kastrieren. Jeder muss sich darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen ein Freigang der Hauskatze mit sich bringen kann, die nicht kastriert ist“, so Dr. Hanns von den Driesch, Leiter des Kreisveterinäramtes in Siegburg.

Katzenkastrationen führt jeder praktizierende Tierarzt durch, der Kleintiere behandelt. Im Zusammenhang mit der Kastration sei es zudem sinnvoll, Freigängerkatzen gleichzeitig kennzeichnen und registrieren zu lassen, um diese bei Abgabe im Tierheim einem Katzenhalter zuordnen und zurückgeben zu können.

 

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