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„Ro-Bi´s Puppenbühne“ in den Vorteil-Centern zu Gast


Keine Puppe ist von der Stange

Die Bühne ist einfach sein Leben. Roger Brink aus Ratzert im Westerwald liebt es, große und kleine Zuschauer zu unterhalten. Ob als Bauchredner, Zauberer, Schauspieler oder als Puppenspieler – Brink ist ein Entertainer, wie er im Buche steht.

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Kasper, …

Nach Jahren als Schauspieler und Musiker entdeckte Roger Brink Mitte der 70er seine Begabung, mit Zauberkunststücken und als Bauchredner sein Publikum zum Staunen und Lachen zu bringen. Und mit seiner vor sechs Jahren verstorbenen Ehefrau Biggi gründete er 1998 „Ro-Bi´s Puppenbühne“, das Bad Honnefer Puppentheater.

„Bis auf eine haben meine Frau und ich alle Puppen selbst gefertigt“, erzählt Brink. Basis dafür war ein leichtes Modelliermaterial und ein Styroporball, der als Kopf dienen sollte. Um den Ball herum wurde dann die Modelliermasse angebracht, die feinen Gesichtslinien herausgearbeitet und natürlich der Puppenkopf angemalt.

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…, Rumpel, …

„Das hatte alles meine Frau übernommen, ich war mehr für die Kostüme der Puppen zuständig“, so Brink. Zwei bis drei Tage benötigte das Ehepaar für eine Puppe. „Bei schwierigen Objekten konnte es auch schon mal eine Woche sein“, erinnert sich der Puppenspieler. Über die Jahre kam ein Fundus von fast 35 Puppen zusammen, die Brink sorgsam aufbewahrt.

„Neue Puppen stelle ich heute fast keine mehr her, da bräuchte ich einfach Hilfe.“ Überhaupt merkt man ihm an, dass der Tod seiner Ehefrau ihn immer noch sehr bedrückt. „Sie fehlt mir sehr, nicht nur im Privatleben“. Denn seitdem muss Roger Brink alles allein machen, vom Einstudieren der Stücke über den Transport zu den Spielorten bis hin zum Auf- und Abbau der Puppenbühne. Das Spielen selbst natürlich nicht zu vergessen. „Es wäre schön, wenn sich jemand finden könnte, der mir ab und zu bei meinem Puppentheater hilft“, hofft Brink auf eine Unterstützung.

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… Nikolaus
Bilder: R. Brink

Bis dahin muss er mit Kasper, dem Seppel, der Großmutter, dem Räuber oder der Hexe allein zurechtkommen. „Die Kinder, aber auch die großen Zuschauer lieben vor allem den Kasper oder den etwas vorsichtigen Seppel, aber auch die Großmutter, der Drache oder der Polizist haben ihre Anhänger. Vor dem Räuber oder der Hexe fürchten sich die Kleinen natürlich“, schmunzelt Brink.

Alle Puppen sind übrigens in gleicher Weise zu bedienen. „Ich schlüpfe von unten in die Puppe wie in einen Handschuh hinein und bewege dann Kopf und die Arme mit meinen Fingern“, verrät der Puppenspieler. Und dann werden wieder alle Zuschauer in den Bann der spannenden und lustigen Geschichten gezogen und vergessen dabei ein wenig den Alltag. Das wird auch am 29. November im Vorteil-Center Unkel und am 13. Dezember im Vorteil-Center Asbach so sein, wenn es bei den –übrigens kostenlosen – Aufführungen heißt: „Vorhang auf, der Kasper ist da“.

 

 

 

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