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Fotoprojekt des Sonnenvereins der Kita „Bröler Waldmäuse“


Kita-Kinder auf Fotopirsch in Hennef

Acht zukünftige Schulkinder aus der Hennefer Kita „Bröler Waldmäuse“ haben sich in den vergangen Monaten im Rahmen eines Projekts eingehend mit dem Thema „Fotografie“ auseinandergesetzt. Mit Kita-Leiterin Eva Wieland haben sie einen Fotoapparat genau unter die Lupe genommen, Fotoausflüge in die Umgebung gemacht und eine Ausstellung organisiert.

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Vier der Schulkinder in spe begutachten im Rahmen des Projekts entstandene Fotografien.
Bild: Stadt Hennef / Dominique Müller-Grote

Efe Ciftioglu, Jana Krüger, Jonas Rihani, Julius Jünkersfeld, Kjell Friedrichs, Kubilay Dull, Laura Swierzy und Oliver Pankratz werden in diesem Jahr eingeschult. In ihrem letzten Kindergartenjahr hat sich der sogenannte „Sonnenverein“ der Kita „Bröler Waldmäuse“ intensiv der Fotografie gewidmet.

„Das war ein Thema, das sie immer ganz stark interessierte“, erzählt Kita-Leiterin Eva Wieland, die das Projekt betreut hat. „Das hab ich aufgegriffen. Angefangen haben wir im September 2015.“ Zunächst haben die Kinder einen Fotoapparat auseinander genommen und sich mit den Funktionen von Fotoapparaten beschäftigt.

Nachdem unter anderem geklärt war, was Zoomen ist, durften die Kinder mit Wieland in Zweiergruppen auf Fototour durch Bröl gehen. „Wir hatten uns vorher auf sieben Bilder pro Fotografieeinheit geeinigt, damit man sich auch ein bisschen mit den einzelnen Motiven auseinandersetzt“, erklärt Eva Wieland.

„Es gab aber auch Kinder, die beim ersten Spaziergang gar nichts fotografiert haben. Die fanden es einfach nur schön, mit dem Fotoapparat herumzulaufen.“ Fotografiert wurde mit Digitalkameras der Kita, der Leiterin und der Eltern der Kinder.

Im nächsten Schritt fuhren Eva Wieland und eine Kollegin mit Kleingruppen à vier Kinder nach Hennef. Dabei gaben die Sonnenvereinler das Tempo und die Richtung vor. „Mit der einen Gruppe sind wir gefühlte sechs Mal um den Marktplatz“, so Wieland. „Daran hat man gesehen, dass die Kinder einen ganz anderen Blickwinkel haben.“

Ausstellung war ein Highlight des Projekts

Dies zeigte sich auch bei einem spontanen Besuch der Polizei. Statt eines bereitwilligen Polizisten fotografierten die Kinder dort einen Aktenschrank, einen riesigen Drucker und einen Bildschirmschoner, der die Uhrzeit anzeigt. Die Fotos zeigen, was den jungen Fotografen bei ihrem Blick auf ihre Umgebung wichtig ist, was ihnen auffällt und was sie spannend finden.

Ein besonderes Highlight des Projekts war die abschließende Fotoausstellung, bei der die Bilder der interessierten Öffentlichkeit präsentiert wurden. Während ein Kind die Fotos auf seiner Stellwand im exakten Abstand Reihe für Reihe aufgehängt hat, hat ein anderes seine ganz dicht aufeinander gehängt und ein weiteres die Fotos wie Farbkleckse auf der Wand verteilt. „Wenn man die Kinder kennt, findet man sie in diesen Dingen wieder“, so Wieland.

Am Tag der Ausstellungeröffnung begrüßte der Sonnenverein die Gäste, präsentierte auf die Melodie von „Alle meine Entchen“ das Lied „Alle meine Fotos hängen an der Wand“ und beantwortete Fragen zu seinen Fotos. Obwohl das Projekt mittlerweile abgeschlossen ist, erzählen die Kinder immer noch davon und zeigen sich ihre Bilder.

Wiederholung nicht ausgeschlossen

„Wer wollte, konnte sie mit nach Hause nehmen“, so Wieland. Ein Elternpaar hat auf Wunsch seines Kindes einen Bilderrahmen mit allen Fotos und Zeitungsartikeln im Kinderzimmer aufgehängt. Und die Kinder, die ab Sommer in den Sonnenverein kommen, haben Eva Wieland schon darauf hingewiesen, dass sie auch sowas machen möchten. Ob es dazu kommen wird, weiß die Kita-Leiterin noch nicht, aber es ist ein Projekt, das sie auf jeden Fall noch einmal durchführen würde. (eg)

 

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