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Kindergarten „Sonnenschein“ von Stiftung zertifiziert


Kleine Forscher bauen Waldhaus

Seit 2006 engagiert sich die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für eine bessere Bildung in den Bereichen Technik, Naturwissenschaften und Mathematik bereits in Grundschulen und Kitas. Sie bietet auch pädagogischen Fachkräften Lehrgänge und umfangreiches Material für entdeckendes Forschen und Lernen. Mindestens zwei Mitarbeiter einer Einrichtung müssen jeweils zwei Ausbildungen absolviert haben. Dann erhält diese das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“. 2015 wurde der Kindergarten „Sonnenschein“ in Rheinbreitbach in den erlesenen Kreis aufgenommen.

Die kleinen Forscher des Rheinbreitbacher Kindergartens „Sonnenschein“ in ihrem selbst gebauten Eigenheim, das stolze 24 Quadratmeter misst.
Bild: Presseagentur Funk/mc

Zuständig für die „Haus der kleinen Forscher“-Projekte sind im Kindergarten „Sonnenschein“ Martina Krompholz und Lydia Klaus. „Forschen mit Strom“ stand beispielsweise mit Unterstützung der Bad Honnef AG im vergangenen Jahr auf dem Plan. „Es war faszinierend anzusehen, wie spielerisch leicht die Kinder, Jungen wie Mädchen, das Thema annahmen und wie schnell sie es zum Beispiel schafften, einen Stromkreis zu schließen“, erinnert sich Martina Krompholz.

„In diesem Jahr haben unsere Vorschulkinder selbst das Thema „Wir bauen im Wald ein Baumhaus“ festgelegt.“ Mit Feuereifer gingen die Fünfjährigen an das ambitionierte Projekt. Zunächst einmal probten sie mit Bauklötzen, wie eine stabile Wand beschaffen sein muss, damit sie nicht umfällt. Auf dem Videokanal Youtube schauten sie sich Anleitungen für Baumhäuser an. Im Anschluss suchten und fanden sie am Waldweg, der  hoch zum Rheinbreitbacher  Hausberg „Koppel“ führt, eine geeignete Stelle. Stattliche vier mal sechs Meter sollten die Maße der Hütte betragen.

Danach stand die Suche nach geeignetem Material an. Die Kids schleppten mit Feuereifer Äste und Zweige heran. Einige Eltern stifteten Holzbretter, als Dach sollte eine Plane fungieren. Im Laufe des Winters wuchs und wuchs das tolle Holzhaus. Stabil wie es ist, überstand es auch Wind und Wetter.

Doch damit nicht genug: Im nächsten Schritt ging es an die Inneneinrichtung. Aus Bretten wurden Tische und Bänke genagelt. „Das hat ganz viel Spaß gemacht“, erklärt Kayra. Arne hatte dann eine tolle Idee für den Boden. „Wir haben ganz viel Moos gesammelt und fest angedrückt. Das ist so weich wie ein Teppichboden“, berichtet er ganz stolz. Immer noch ist aber eine Menge zu tun, bis zu den Sommerferien muss das Projekt abgeschlossen werden.

Die beteiligten Kinder werden dann auf eine Grundschule wechseln. „Das sehen wir immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge, die Kinder sind uns sehr ans Herz gewachsen“, so Martina Krompholz, für die das Projekt mit der Fertigstellung im Sommer aber immer noch nicht abgeschlossen ist: Um weiter die Zertifizierung „Haus der kleinen Forscher“ zu bekommen, muss alle zwei Jahre ein Projekt protokolliert und eingereicht werden. Dann wird es von der Stiftung begutachtet und bewertet. Wenn man aber die Begeisterung der Kinder erleben durfte, dürfte die beim Projekt „Haus im Wald“ eigentlich nur positiv ausfallen.

Weitere „Haus der kleinen Forscher“-Kitas in der Region finden Sie im Internet unter www.haus-der-kleinen-forscher.de. (mc)

 

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