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Westerwälder Wand ist einer von wenigen Kletterfelsen in RLP


Klettervergnügen am Katzenstein

Ambitionierte Kletterer haben es in Rheinland-Pfalz nicht einfach. Die passenden Felsformationen sind eher dünn gesät und dann ist auch nicht alles erlaubt, was (Kletterern) gefällt. Eine Ausnahme bildet der so genannte Katzenstein im Westerwald nahe Westerburg.

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Das Basaltklettergebiet ist nur mit Erlaubnis des Deutschen Alpenvereins für Kletterer zugänglich. Zudem darf nicht an jeder Stelle des Katzensteins der Weg nach oben gesucht werden.
Bild: Fotolia/Fresh_water

Dahinter verbirgt sich eine etwa 30 Meter breite Wand mit den unterschiedlichsten Felsstrukturen – den Katzensteinen. Sie bestehen überwiegend aus Basalt. Die maximale Felshöhe liegt bei rund zwölf Meter, die durchschnittliche Höhe bei acht Meter. Dieses noch relativ junge Basaltklettergebiet liegt in einem Privatwald und ist nur mit Erlaubnis des Deutschen Alpenvereins für Kletterer zugänglich.

Auch darf nicht an jeder Stelle des Katzensteins der Weg nach oben gesucht werden und es gibt zudem ein Verbot für den Gebrauch von Magnesium. Und noch eine Einschränkung: Kindern ist es nicht erlaubt, hier zu klettern. Der Weg dorthin ist zwar nicht ganz einfach zu finden, aber die zehnminütige Fußstrecke lohnt sich.

Von einem Parkplatz im Osten Westerburgs, am Ende des Buchenweges, geht es entlang eines Wanderweges den markanten Steilhang hinauf.

Etwa 200 Meter nach Erreichen des Plateaus steht am rechten Wegesrand eine Bank, von hier sollte man dem Pfad zum Abbruch folgen. Nach einer kleinen Felskanzel führt der Weg dann rechts runter zum Felskopf, von dem man sich zum Wandfuß abseilen kann. „Die Oberfläche ist in der Regel recht rau, aber auch hier und da einfach glatt. Gelegentlich ist Klettern durch Handauflegen gefordert. Wer Risse sucht, ist hier gut aufgehoben“, weiß Marcel Sehr, gebürtiger Westerwälder und Mitglied im Deutschen Alpenverein.

Über Routen wie zum Beispiel „Cats“, „Kill the bad Days“ und „Basalt AG“ geht es in die gar nicht so schwindelerregende Höhe der Katzensteine. „Man sollte hier schon Klemmgeräte einsetzen“, weiß der Experte. Aber es lohne sich. Und auch für Spaziergänger lohnt sich ein Abstecher zum Katzenstein beziehungsweise den drei Katzensteinen. Von hier aus hat man einen schönen Blick über Westerburg und die Umgebung. Übrigens: Am Katzenstein wurde ein Mahnmal der Heimatvertriebenen aufgestellt.

 

 

1 Kommentar

  1. Becker

    Ich finde es toll, dass man Natur und Sport an diesen Felsen so schön verbinden kann. Die Westerburger haben letztendlich dadurch auch Ihre Vorteile. Viele Kletterer gehen regelmäßig nach dem Klettern einen Kaffee trinken oder besuchen den Eissalon. Ich sehe nur selten mal Müll am Wandfuß. Und wenn doch, nehme ich diesen mit. Am Spielplatz steht ein Mülleimer.

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