Komische Oper im Kino

Sie gilt als die romantischste und zugleich komischste italienische Buffa-Oper des 19. Jahrhunderts: Gaetano Donizettis „L’Elisir d’amore“, zu Deutsch „Liebestrank“. Wer die weltweit viel gespielte Lovestory eines schüchternen und mittellosen Burschen und einer gutsituierten, kapriziösen Landschönheit live, in bester HD-Qualität und präsentiert von einem Star-Ensemble  erleben möchte, der kommt am Samstag, 10. Februar, ab 18 Uhr voll auf seine Kosten. Denn an diesem Tag steht die heiter-melancholische Geschichte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Live aus der Met“ auf dem Programm des Cine 5 in Asbach.

In der Oper von Donizetti buhlen zwei Männer um die Gunst der Landschönheit Adina.
Bild: Ken Howard/Metropolitan Opera

„Wir haben eine deutsche Primadonna, einen stotternden Tenor, einen Buffo mit einer Ziegenstimme und einen französischen Bass, der nichts taugt“, jammerte der italienische Komponist vor der Premiere. Dabei hatte er in Rekordzeit etwas geschaffen, was vielen seiner Kollegen verwehrt blieb. Denn als ein Komponist seine geplante Oper nicht abliefern konnte, bat das Mailänder Teatro della Canobbiana Gaetano Donizetti, eine ältere Partitur zu überarbeiten. Doch dieser antwortete: „Sie werden sehen, dass ich genug Energie habe, Ihnen eine funkelnagelneue Oper in vierzehn Tagen zu liefern! Ich gebe Ihnen mein Wort.“

Gemeinsam mit seinem Librettisten Felice Romani gelang ihm dieses Kunststück und „L’elisir d’amore“ wurde bei seiner Uraufführung 1832 einer der größten Erfolge in Donizettis Karriere.  Bis heute hat sein Werk eine ungebrochene Aufführungstradition in allen wichtigen Opernhäusern und wird vom Publikum geliebt.

Liebestrank stellt alles auf den Kopf

Der Inhalt ist schnell erzählt: Der schüchterne Nemorino liebt die schöne und kapriziöse Adina, die jedoch nur Augen für den attraktiven Soldaten Belcore zu haben scheint. Der Sergeant macht ihr auch einen Heiratsantrag, womit er Nemorino in eine verzweifelte Lage bringt. Der lässt sich vom Quacksalber Dulcamara den titelgebenden „Liebestrank“ andrehen, der nur billiger Rotwein ist und dennoch alles auf den Kopf stellt. Denn als auf Adinas Hochzeit plötzlich das Gerücht die Runde macht, Nemorino sei Alleinerbe seines verstorbenen reichen Onkels, wird er im Nu zum begehrtesten Junggesellen. Am Ende kommt Adina ganz ohne Liebestrank zu der klaren Erkenntnis, dass Nemorino der Richtige für sie ist. (imr)

 

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