Kommt Rettung für den FC aus dem RWN-Land?

Sein Lebenslauf belegt die relative Bodenständigkeit, die Stefan Ruthenbeck von vielen seiner Berufskollegen unterscheidet. Selbst im neuen Presserummel, den er als Trainer der ersten Bundesligamannschaft des FC Köln ausstehen muss, wirkt er so etwas wie der Mann von Nebenan. Ist er ja auch, denn in der Verbandsgemeinde Linz hat sich Familie Ruthenbeck offensichtlich gut eingelebt.

Stefan Ruthenbeck, wohnhaft im RWN-Land, hat beim „Effzeh“ noch einmal Hoffnung auf den Klassenerhalt geweckt.
Bild: 1. FC Köln

Die Trainerlaufbahn hat für den heute 46-Jährigen dereinst beim TuS Mayen begonnen und wurde 2010 bei der Spielvereinigung in Wirges fortgesetzt. Der VfR Aalen und die Spielvereinigung Greuther Fürth waren die weiteren Stationen, ehe Ruthenbeck im vergangen Sommer zum FC kam und dort das Training der U19 übernahm.

Für den gebürtigen Kölner so etwas wie ein Geschenk des Himmels: „Der FC ist mein Verein. Hier als Cheftrainer das Vertrauen zu erhalten, ist für mich als Kölner eine große Ehre und als Trainer eine große Chance“, sagte Ruthenbeck im vergangenen Dezember, als er eigentlich nur für einen befristeten Zeitraum die Nachfolge des Österreichers Peter Stöger übernehmen sollte.

Mit der Arbeit den Verein überzeugt

Im neuen Jahr wird dann der FC-Geschäftsführer Armin Veh zitiert: „Stefan Ruthenbeck und sein Team haben mich mit ihrer Arbeit überzeugt. Sie bereiten die Mannschaft gewissenhaft vor, finden die richtige Ansprache und gute Lösungen in einer schwierigen Situation. Sie genießen mein Vertrauen und deshalb haben wir gemeinsam entschieden, mit diesem Trainerteam weiterzuarbeiten.“

Wiederholt Kontakt zur Region

Als Spieler hat Ruthenbeck mit der Region schon häufig Kontakt gehabt, beispielsweise beim FV Bad Honnef oder beim FV Rheinbrohl. Zu dieser Zeit wurde er auch wiederholt in die U21-Mittelrheinauswahl berufen.

Bundesweit berühmt wurde Ruthenbeck als Trainer bei TuS Mayen. Denn als seine Mannschaft in einem Spiel gegen Waldalgesheim einen vermeintlichen Siegtreffer auf unfaire Art und Weise erzielte, wies der Trainer von der Seitenlinie sein Team an, den Ausgleichstreffer zuzulassen. Er wurde daraufhin vom DFB mit dem „Fair-ist-mehr-Bundespreis“ ausgezeichnet.

„Leise ist nicht sein Ding“, so urteilte unlängst die Presse über den Mann vom Rhein. „Ich will eine Mannschaft haben, die agiert“, so gab Ruthenbeck die Linie für die von ihm propagierten „17 Endspiele“ bis zum Saisonende.

Daumen drücken für den „Effzeh“

Spätestens seit dem Überraschungssieg im rheinischen Derby gegen Borussia Mänchengladbach schöpfen Mannschaft und Fans wieder Hoffnung für einen doch noch glücklichen Ausgang der Saison.

Fußballfans im RWN-Land sind sich dabei auffällig einig: Unabhängig eigener Präferenzen – alle gönnen dem FC und seinem Trainer den Klassenerhalt. (fu)

 

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