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Leidenschaft der Aegidienbergerin Heike Wieprig-Schneider ist der Tanz


Kostüme werden selbst geschneidert

Als Heike Wieprig-Schneider zum ersten Mal eine Vorführung des American Tribal Style Dance sah, war sie sofort begeistert, gründete später ihre eigene Gruppe. Da sich die Beschaffung der Kostüme als sehr aufwendig und teuer erwies, fertigte sie das meiste selbst an.

Die Kostüme für ihre Tanzauftritte schneidert Heike Wieprig-Schneider in den meisten Fällen selbst.
Bild: M. Cramer

Die moderne Gruppentanzform ist eine US-amerikanische Erfindung, die viele Elemente des orientalischen Tanzes aufnimmt und verbindet. Die Ursprünge liegen in den 1960er-Jahren in Kalifornien.

Heike Wieprig-Schneider ist ausgebildete Tanzpädagogin und arbeitet mit zwei Tanzgruppen in der Region, bietet zusätzlich Workshops an. Schon vor American Tribal Style Dance hatte sie sich für orientalische Tänze interessiert. „Ich tanze gern, aber da ich sehr groß geraten bin, mangelte es an geeigneten Partnern. Deshalb wechselte ich dahin“, sagt die Aegidienbergerin.

Selbst entworfen, genäht und bestickt

Die Leidenschaft zu diesen Tänzen wuchs und das Interesse an dem folkloristischen Hintergrund wurde immer größer. „Meine kreative Ader konnte ich hier auch voll ausleben. So manches Kostüm mit Pailletten und Perlfransen oder selbst gemachten Applikationen habe ich entworfen, genäht, bestickt und auf der Bühne präsentiert.“

2009 dann lernte sie bei einer Show in Düsseldorf Petra Kaiser aus dem Westerwald kennen. Sie leitete eine Gruppe American Tribal Style Dance nach Fat Chance Belly Dance aus San Francisco. „Ich war nach einer Probestunde sofort infiziert“, zeigt sich Heike Wieprig-Schneider noch heute begeistert.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie auch auf die Bühne wollte. Dazu brauchte sie aber passende Kostüme. Nicht nur ihre Größe von 1,85 Meter bereitete Probleme. Schöne Sachen wurden in erster Linie in den USA und Indien angeboten. Sie waren teuer und nur schwer zu bekommen.

Die begeisterte Hobbyschneiderin nähte ihre Sachen kurzerhand aus alten Kleidungsstücken, Fundstücken vom Flohmarkt und aus geeigneten Materialien aus Stoffläden selbst. Jedes Stück ist ein Unikat. Mittlerweile hat sie einen Fundus, der sich sehen lassen kann.

Unter dem Künstlernamen Saide ist Wieprig-Schneider in der American Tribal Style Dance Szene als Solistin und Mitglied der Gruppen „Nur Nujum“ und „Habib El Layeli“ bekannt. „Ich liebe diesen Tanz, er ist erdig und frech, aber auch melancholisch und verträumt“, verrät sie auf ihrer Homepage www.tribal-badhonnef.de. (mc)

 

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