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Licht und Farbe geben den eigenen vier Wänden Charakter

„Ein Haus ist nur bewohnbar, wenn es voller Licht und Luft ist.“ Den Worten des großen Le Corbusier anno 1923 folgend, ist für 85 Prozent der Deutschen Licht zum wichtigsten Wohlfühlfaktor geworden: Richtig und wohldosiert eingesetzt sorgt es für Sicherheit und gute Stimmung, tut der Psyche gut, bringt Farbe in den Alltag und schafft Atmosphäre. Der Trick liegt darin, vorhandene Wohnflächen mit Licht und Farbe optimal zu nutzen. 

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Ohne Licht geht es nicht.
Bild: eglo

Für kleine Zimmer sind helle Farben und kühle Farbtöne für Decken und Wände die richtige Wahl, denn Cremeweiß, Hellblau, Zartgelb und ein lichtes Grün reflektieren das Licht besser als dunkle Wände. Der Boden hingegen darf durchaus eine dunkle Farbe haben – das erdet und verleiht Standfestigkeit.

Wer die Raumhöhe eines Zimmers als zu niedrig empfindet, wählt für die Decke einen helleren Farbton als für die Wände – das öffnet den Raum nach oben. Deckenfluter, die indirektes Licht spenden, betonen diese Wirkung noch und lassen das Zimmer höher erscheinen.

Wer ansonsten nur einen Deckenauslass in der Raummitte als Stromquelle fürs Licht zur Verfügung hat, entscheidet sich am besten für Seil- und Schienensysteme. Sie bringen Licht überall hin, wo es gebraucht wird und überwinden auch Ecken, wohingegen ein einziges Licht von oben die Wände näher rücken lässt und den Raum optisch verkleinert.

Für Spannung im Raum sorgen aber mehrere Lichtquellen, zum Beispiel Steh- oder Tischleuchten, die gemütliches Stimmungslicht zaubern. Akzentbeleuchtung, zum Beispiel mit gebündeltem, brillanten Halogenlicht, lenkt den Blick des Betrachters auf Bilder oder Bücherwände.

Altbau-Wohnungen verfügen oft über hohe Räume. Sind die einzelnen Zimmer klein, sollten die Wände heller gestrichen werden als die Decke: So öffnet sich der Raum zur Seite und gewinnt an Weite. Der dunklere Ton an der Decke sorgt dafür, dass der Raum an Höhe verliert. Das Licht der Grundbeleuchtung sollte bei sehr hohen Räumen nur auf die seitlichen Wände gerichtet sein; auch so wirkt die Decke niedriger.

Farbe zieht immer Blicke an und gliedert jeden Raum. Deshalb vertragen große, luftige Räume auch warme und kräftige Farben. Eine Rückwand beispielsweise in tiefem Burgunderrot oder elegantem Aubergine verkürzt einen langen Raum: Kräftig-warme Farben schieben sich in die Richtung des Betrachters.

Helle und kühle Farbe hingegen weiten den Raum. Lichtdecken, Vouten oder breit streuende Einzelleuchten spenden hier eine angenehm-diffuse, gleichmäßige Grundbeleuchtung. Vorteilhaft ist, wenn sich das Allgemeinlicht abdimmen und nach Bedarf regeln lässt.

Hellere Lichtzonen mit gebündeltem Licht, zum Beispiel für die Akzentbeleuchtung, geben solchen Räumen Struktur und wirken lebendig. Auch verschiedene, in unterschiedlichen Höhen angebrachte Lichtquellen verwandeln einen einzigen, großen Raum in eine Reihe miteinander verknüpfter und doch separater Bereiche.

Viele tolle Lichtideen finden helle Köpfe übrigens in den Vorteil-Baucentern in Asbach, Aegidienberg und Unkel.

 

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