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Lichtblicke zu Tisch

Sanft züngelt die Flamme über der Entenbrust in grüner Pfeffersauce oder über einem zarten Rinderfilet. Die Gäste freuen sich über die hübsch anzusehende Vorführung und auf die kulinarischen Freuden, die sie bei dem flambierten Mahl erwarten. Flambierte Speisen sind besondere Genüsse – und eine Wissenschaft für sich.

Feuerzangenbowle

Feuerzangenbowle: Spätestens seit dem gleichnamigen Kultfilm mit Heinz Rühmann das Wintergetränk schlechthin.
Bild: Die Kessel GbR

Das Flambieren „vor den Augen des Gastes war früher gang und gäbe, heute liegen die Prioritäten in der Gastronomie bei Qualität, Frische und Verträglichkeit“, erklärt Küchenmeisterin Beate Rüth, Inhaberin des Landgasthofs „Alter Fritz“ in Asbach-Löhe.

„Geschmack und Anspruch der Restaurantbesucher haben sich gewandelt. Flambieren bei Tisch wird nur noch selten nachgefragt“, weiß auch Jo Nattermann, Inhaber von Nattermanns, Vettelschoß zu berichten. „Früher war die Platte fast das einzige Mittel zur Präsentation der Speisen. Und da machte das Flambieren schon etwas her.“

Die spektakuläre Art, ein Gericht durch das Entzünden von hochprozentigem Alkohol zu verfeinern, hat sich so in vielen Restaurant-Küchen auf die Süßspeisen verlagert, darüber hinaus aber auch Einzug in die eigenen vier Wänden gehalten. Dort sollte man darauf achten, dass ausreichend Platz vorhanden ist, die Gäste nicht zu nah an der Flamme sitzen und alles Brennbare wie Papier und Textilien außer Reichweite ist.

Weil sowohl die Speise und der verwendete Alkohol temperiert sein müssen, gelingt diese besondere Zubereitungsart am einfachsten, sichersten und besten mit mehrteiligen Flambiersets, wie sie auch in den Vorteil-Centern erhältlich sind.

Dabei ist auch die Auswahl der Spirituosen, die dem jeweiligen Gericht ihr Aroma verleihen, von größter Bedeutung: Zu deftigen Gerichten passen insbesondere Weinbrand, Wodka und Whisky. Desserts flambiert man gern mit Kräuter- beziehungsweise Orangenlikör oder einem Obstbrand.
In den meisten Fällen sind vier Zentiliter der ausgewählten Spirituose ausreichend. Der Alkolholgehalt sollte mindestens bei vierzig, besser fünfzig Prozent liegen. Bedeutend mehr an Menge und Gehalt an Hochprozentigem verlangt die Feuerzangenbowle.

Die Punsch-Variante gilt nicht umsonst seit dem gleichnamigen Kultfilm mit Heinz Rühmann und dem unvergessenen Sprüch „Aber jeder nor einen wenzigen Schlock…“ als die Königin der Wintergetränke. Sie ist benannt nach der Zange über dem Kessel, auf die ein Rum getränkter, brennender Zuckerhut gelegt wird. Der Zucker schmilzt, karamellisiert, tropft in den Rotwein und verleiht der Feuerzangenbowle seinen besonderen, teilweise umwerfenden Geschmack.

Dieser Punsch wurde schon vor 200 Jahren gerne getrunken; damals war er allerdings noch unter dem Namen „Krambamboli“ bekannt, für den meist  trockener Rotwein und Rum mit 54% Alkoholgehalt genutzt wird. Für die Zubereitung des beliebten Advents- und Weihnachtsgetränkes haben die Vorteil-Center entsprechende Werkzeuge von Kessel über Zange bis zum feuerfesten Glas im Sortiment.

Wer Familienangehörige und Freunde zum gemeinsam Feuerzangenbowle zubereiten einladen und diese dann beim Schauen des gleichnamigen Films schlürfen möchte: Die entsprechende DVD mit Heinz Rühmann ist im MediMax Asbach und Unkel erhältlich.

Übrigens: In Nähe des Nürnberger Christkindlesmarktes steht die weltweit größte Feuerzangenbowle. Die Spezialkessel mit 2,50 Meter Durchmesser haben ein Fassungsvermögen von bis zu 9000 Litern. Sie zu erwärmen dauert 48 Stunden. Das Feuerzangenbowlendorf ist vom 29. November bis Silvester geöffnet. Weitere Infos: www.nuernberger-feuerzangenbowle.de

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