«

»

Musikschule führt „Der gestiefelte Kater“ auf


Märchenhafte Inszenierung

Schon seit 40 Jahren besteht die Städtische Musikschule in Bad Honnef. Jedes Jahr erfreuen die Singklassen und das Orchester zur Weihnachtszeit mit der Aufführung eines Märchens die Musikfreunde des Rheinstädtchens, jeweils aufgeführt im großen Saal im Rathaus.

Märchenaufführungen haben Tradition in Bad Honnef: Auch „Schneeweißchen und Rosenrot“ hat die Musikschule schon gezeigt.
Bild: Musikschule Bad Honnef

Schon jetzt in der Vorbereitung ist die zehnte Inszenierung unter der Leitung von Reinhild Steinschulte, die auch die Idee zu den Veranstaltungen hatte. Geplant ist „Der gestiefelte Kater“. Nach „Frau Holle“, „Hänsel und Gretel“, „Hans im Glück“, „Schneewittchen“, „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Dornröschen“, „Die sieben Raben“, „Rumpelstilzchen“ und „Schneeweißchen und Rosenrot“ wird es wieder ein Märchen der Brüder Grimm sein.

„Einfach nur ein paar Lieder vorzusingen, erschien mir zu langweilig, das Ganze sollte einen Rahmen haben“, so die ausgebildete Sängerin, Geigerin und Musikpädagogin. Sie hatte schon immer eine Vorliebe für Märchen und altes Liedgut. „Es schien mir sinnvoll, beides zu vereinen, zumal sich fast von alleine Zusammenhänge ergaben: Hänschen klein zum Beispiel passte wunderbar zum Hans im Glück.“

Das Märchen bildet jeweils den Rahmen, Michael Küßner fungiert als Erzähler und Märchenonkel, ein Teil wird gesungen und manches auch gekonnt szenisch dargestellt.

Lieder passend zum Märchen

Solisten sind die Kinder und Jugendlichen aus allen Singklassen der Städtischen Musikschule. Manche Lieder textet Reinhild Steinschulte passend zum Märchen um.

Auch die Märchen werden manchmal etwas umgeschrieben. So adaptierte sie Schneewittchen in die Region des Siebengebirges.

Sehr unterstützt von Christa Guthy ist sie auch an der Anfertigung und Gestaltung der zauberhaften Kostüme oder etwa der Kulissen beteiligt. Zweites Highlight der Saison sind neben den vorweihnachtlichen Inszenierungen die Auftritte im Sommer in Senioreneinrichtungen der Stadt Bad Honnef. Auch da geht es immer märchenhaft zu. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr „Die Heinzelmännchen zu Köln“.

„Schade ist für mich die Erkenntnis, dass viele Kinder die Märchen und auch die alten Volkslieder gar nicht mehr kennen. Ich bin froh, auf diesem Wege sie in Erinnerung zu halten. Sie sind für mich kulturelles Erbe, das gefördert werden muss.“

Überaus erfreut ist sie ebenso wie auch die Stadt über die großzügige Unterstützung durch den Verein der Freunde und Förderer der Musikschule der Stadt Bad Honnef. „Ohne dessen Engagement und finanzielle Hilfe wären solche Projekte nicht möglich“, weiß Steinschulte sehr zu schätzen.

Mehr Informationen: www.foerdervereindermusikschulebadhonnef.com (mc)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.