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Die „Hennef Jazz Connection“


Musikdozenten jazzen zusammen

Ein noch relativ junges Musikprojekt ist die 2015 gegründete „Hennef Jazz Connection“, die sich fast ausschließlich aus Dozenten der Musikschule der Stadt Hennef zusammensetzt und bislang drei Konzerte in der Meys Fabrik gegeben hat.

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Jazz-Quintett: Tim Birukou, Daniel Manrique Smith, David Andres, Jens Böckamp und Cosimo Erario
Bild: Dominique Müller-Grote

Ins Leben gerufen hat die Gruppe der Jazz-Musiker und Singer-Songwriter Cosimo Erario, der bereits seit 1997 an der Hennefer Musikschule Gitarrenunterricht erteilt. „Ich habe immer gesehen, dass da super Musiker waren, die aber nur unterrichtet haben. Es gab keine Verbindung zwischen Musikern“, erzählt der gebürtige Italiener. Sowohl bei Musikschulleiter Stefan Küsche, als auch bei seinen jetzigen Bandkollegen, stieß Erario mit der Idee, ein gemeinsames Musikprojekt zu starten, auf breite Zustimmung.

„Wir haben ein paar Proben gemacht und dann ging es los“, erinnert er sich. Da das erste gemeinsame Konzert in der Hennefer Meys Fabrik im Februar 2015 beim Publikum auf positive Resonanz stieß, folgten 2016 zwei weitere Auftritte. Die Formation besteht aus Flötist Daniel Manrique Smith, Saxophonist Jens Böckamp, Schlagzeuger Tim Birukou, E-Gitarrist Cosimo Erario und Kontrabassist David Andres. Bis auf letzteren sind alle Dozenten der Musikschule in Hennef, wohnen aber in Bonn, Köln und Hürth.

„Die Musiker sind relativ jung, sie sind alle in den 80er Jahren geboren, ich bin der Älteste, 68 geboren“, erzählt Cosimo Erario, der selbsternannte Opa der Band. „Aber sie haben schon viele Erfahrungen gesammelt weltweit, Preise gewonnen, alle wichtige Sachen gemacht.“ Er selbst unterrichtet an verschiedenen Einrichtungen, hat im Jahre 2000 EGP Records, Label und Musikverlag, gegründet und singt in italienischer Sprache eigene Kompositionen.

„Was auch schön ist: wir kommen aus verschiedenen Ländern und Nationen“, erklärt der musikalische Kopf der Formation. Der Flötist kommt aus Peru, der Drummer aus Weißrussland, er selbst aus Italien und die übrigen zwei aus Deutschland. „Es ist interessant, die verschiedenen Kulturen miteinander in Kontakt zu bringen. Und das hört man wahrscheinlich auch, wenn wir spielen.“ Was das Quintett dem Publikum bietet, sind vorwiegend eigene Kompositionen und berühmte Jazzstandards anderer Komponisten, darüber hinaus aber auch Interpretationen bekannter Pop-, Soul- oder Rocksongs.

„Nächstes Jahr haben wir ein Konzert im Mai und wahrscheinlich später nochmal eins“, weiß Erario, der seit seiner Kindheit Gitarre spielt. Veranstalter wird erneut das Kulturamt der Stadt Hennef sein. „Ich möchte das Projekt aber auch weiterbringen, also nicht nur in Hennef spielen, sondern auch auf Festivals oder woanders“, erklärt der Musiker. „Und mein Ziel ist auch, demnächst eine CD zu produzieren, weil das Publikum immer fragt. Jeder Musiker hat CDs für sich, aber wir als Band haben noch nichts gemacht.“ (eg)

 

 

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