«

»

Grillen auf öffentlichen Plätzen


Nicht immer und überall erlaubt

In diesen Wochen geht die bei vielen Deutschen so beliebte Grillsaison wieder los. Aber was machen Grillfans, die weder einen Balkon oder eine Terrasse noch einen Garten haben? Auf öffentliche Flächen ausweichen – ist das erlaubt? Die RWN-Redaktion hat sich in der Region umgehört.

Hier ist Grillen defintiv erlaubt: Grillplatz in Happerschoß
Bild: privat

Das Grillen auf öffentlichen Flächen in Bad Honnef sei grundsätzlich nicht verboten. „Es dürfen aber Dritte nicht belästigt oder gestört werden“, erklärt die städtische Pressesprecherin Christine Pfalz. Zur Wahrung des Landschaftsschutzes seien beim Grillen bestimmte Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflichten zu beachten. So dürfen etwa nur stabile Standgrills mit einer Bodenhöhe von mindestens 60 Zentimetern zum Einsatz kommen und leicht entzündliche Stoffe wie Spiritus oder Benzin zum Anzünden des Grills sind tabu. Verboten ist auch offenes Feuer.

Brandgefahr und Lärmbelästigung

„Probleme mit kleinen Gruppen, die irgendwo auf öffentlichen Flächen mal einen Grill anzünden, wie es zum Beispiel am Rheinufer oft vorkommt, haben wir kaum“, sagt Margret Stockhausen von der Verbandsgemeindeverwaltung Asbach, Abteilung Bürgerdienste. „Private Grillpartys finden wohl überwiegend auf den Privatgrundstücken statt.“ Auf öffentlichen Anlagen sei es verboten, außerhalb zugelassener Feuerstellen ein Feuer anzuzünden. „Grillen am Lagerfeuer ist also anders zu betrachten als wenn man ein geschlossenes Grillgefäß benutzt“, so Stockhausen.

„Das gefährlichste Thema in Sachen Grillen ist natürlich die Brandgefahr; besonders, wenn man bei schönem Wetter an trockenen Sommertagen grillt. Hier ist selbstverständlich größte Vorsicht geboten.“ Das Landeswaldgesetz besagt, dass im Wald und in einem Abstand von weniger als 100 Metern vom Wald nur mit Genehmigung des Forstamtes Feuer angezündet und unterhalten oder offenes Licht gebraucht werden darf. „Aber auch trockenes Laub oder trockene Halme auf gemähten Wiesen- oder Rasenflächen entzünden sich in Nullkommanix“, so die Abteilungsleiterin. „Da bleibt man dann doch besser auf befestigten Flächen.“

Zudem rät sie, sich vorab zu erkundigen, ob die Fläche, auf der man grillen möchte, tatsächlich „öffentlich“ ist. Ist das Grundstück in Privatbesitz, darf es ohne das Einverständnis des Eigentümers natürlich nicht benutzt werden. „Das Grillen selbst ist ja häufig – wie man der Rechtsprechung ja auch entnehmen kann – gar nicht das Problem“, so Stockhausen. „Schwierigkeiten machen die Begleiterscheinungen wie Lärm, Alkoholgenuss, wildes Pinkeln, hinterlassener Müll und die Rauchentwicklung.“ Für größere Personenzahlen gibt es in allen Ortsgemeinden Grillhütten mit sanitären Anlagen, die gemietet werden können (Telefon: 0 26 83/91 22 65).

„Probleme haben wir in der Regel am Allner See und entlang der Sieg“, berichtet Dominique Müller-Grote, der Pressesprecher der Stadt Hennef. „Am Allner See kommt es im Sommer vor, dass wild gegrillt wird.“ Das aber sei nicht erlaubt: „Die Sieg ist in ihrem Verlauf und auf beiden Flussseiten Naturschutzgebiet, daher ist entlang des Ufers und in den Siegauen ebenfalls das Grillen verboten“, so Müller-Grote. Im Sommer kontrolliert das Hennefer Ordnungsamt die besagten Stellen.

Öffentliche Grillplätze gibt es beim FC Hennef 05, beim Heimatverein Happerschoß sowie bei den Interessengemeinschaften Greuelsiefen-Dondorf und Weldergoven. Möchte man sie nutzen, muss man sich vorab mit dem jeweiligen Verein abstimmen. Die Tourist-Info Hennef stellt Interessenten gerne eine Übersicht mit den Ansprechpartnern zur Verfügung. (eg)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.