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Nie zu alt zum Lernen

um Lernen ist man nie zu alt. Unter diesem Motto bieten Volkshochschulen im ganzen Land vielfältige Weiterbildungsangebote für Jedermann an. Die RWN sprach  zu diesem Thema jetzt mit Simone Kirst, Geschäftsführerin der Kreisvolkshochschule Neuwied.

Bundesweit bieten Volkshochschulen Weiterbildungsangebote für Jedermann an. Auch ältere Menschen profitieren von diesen Möglichkeiten.
Bild: Fotolia/Claudia Paulussen

Jeder, der aufhöre zu lernen, sei alt, „mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen“, dieses Zitat wird dem Autopionier und amerikanischen Industriellen Henry Ford zugesprochen. Genau diesem Ziel, der wohnortnahen Weiterbildung für Jedermann, haben sich die Volkshochschulen im Land verschrieben, berichtet Simone Kirst, Geschäftsführerin und pädagogische Mitarbeiterin der Kreisvolkshochschule (KVHS) Neuwied. „Unsere Angebote wenden sich an alle.“

Das Semesterprogramm der Kreisvolksschule Neuwied mit ihren acht Außenstellen in den Verbandsgemeinden des Landkreises nutzen übrigens auch viele ältere Menschen. Die Volksschule für die Stadt Neuwied gehört allerdings nicht zur Kreisvolkshochschule. „Ein Drittel unserer Teilnehmer sind zwischen 50 und 64 Jahre alt“, erklärt Kirst.

Ein Drittel der Teilnehmer über 50

Neben den KVHS-Programmschwerpunkten „Politik-Umwelt-Gesellschaft“, „Sprachen“, „Gesundheit“, „Grundbildung“ und „Kultur-Gestalten“ spielt dort auch die berufliche Weiterbildung eine Rolle. „Vor allem im EDV-Bereich und in der kaufmännischen Weiterbildung. Zudem liegt bei uns ein Schwerpunkt auf der pädagogischen Fortbildung von Erziehern“, erzählt die Geschäftsführerin der Kreisvolkshochschule Neuwied. Dies sei auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel wichtig, betont sie.

Daneben werden bei der Kreisvolkshochschule Neuwied aber auch die kulturelle sowie die Allgemeinbildung fokussiert. „Wir bieten unter anderem Malkurse an und bei uns kann man beispielsweise Sprachen und Kochen lernen“, sagt Kirst. Zudem gibt es im aktuellen Semesterprogramm der Kreisvolkshochschule, das etwa 450 Kurse und Veranstaltungen umfasst, auch Exkursionen beispielsweise zu Museen. „Wenn man sich weiterbildet und auch im Alter noch dazulernt, hat dies auch Auswirkungen auf die Gesundheit“, ist Simone Kirst überzeugt.

Eine Sprache lernen in vier Stunden

Auch wer sich sozial engagieren will, ist bei der Kreisvolkshochschule Neuwied richtig. „Wir bieten zum Beispiel einen Kurs an, in dem man lernt, Deutsch zu unterrichten“, sagt die KVHS-Geschäftsführerin im Hinblick auf die aktuelle Unterstützung von Flüchtlingen. Zudem gibt es bei der Kreisvolkshochschule auch Alphabetisierungskurse – auch für Menschen, die lediglich Defizite beim Schreiben und Lesen haben.

„Ein sehr beliebtes Angebot sind seit vergangenem Jahr auch die Kurse: Eine Sprache lernen in vier Stunden“, erläutert Kirst. Dort soll den Teilnehmern innerhalb von vier Stunden die Grundstruktur einer Sprache nähergebracht werden. „Wir bieten das derzeit für sechs verschiedene Sprachen an“, sagt sie und fügt hinzu, dass diese Kurse sehr gut von den KVHS-Schülern angenommen werden.  | msc

 

 

 

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