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Linzer Ortsgruppe des Eifelvereins


Per pedes beschwingt durch die Natur

„Das Wandern ist des Müllers Lust“ – so lautet der Titel eines bekannten Kinder- und Volksliedes. Die Lust am Wandern ist auf jeden Fall auch bei den Mitgliedern der Linzer Ortsgruppe des Eifelvereins vorhanden. Mit Peter Weinhold aus Bad Hönningen gibt es dort sogar einen zertifizierten Wanderführer.

Eine Wandergruppe des Eifelvereins, Ortsgruppe Linz, erkundete in diesem Jahr unter anderem auch den Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz.
Bild: Verein

Bewegung an der frischen Luft, die Natur und verschiedene Landschaften entdecken, Kultur in und an verschiedenen Orten erleben, den Kopf frei bekommen und gute Ideen entwickeln sowie Geselligkeit und der Austausch innerhalb einer Gruppe – das macht für den Bad Hönninger Peter Weinhold seine Leidenschaft, das Wandern, aus. Der 76-Jährige ist zertifizierter Wanderführer bei der Ortsgruppe Linz des Eifelvereins und bereits seit mehr als 50 Jahren in Sachen Wandern aktiv. „Mit 15 Jahren bin ich schon in einen Wanderverein eingetreten“, erzählt Weinhold – und hat es nie bereut.

„Ich liebe es, mit anderen Menschen umzugehen“, antwortet er auf die Frage nach dem Grund für sein Engagement in dem Wanderverein. „Man lernt dort viele nette Menschen kennen und es sind im Laufe der Jahre schon viele gute Freundschaften entstanden.“ Für den Wanderführer ist es daher auch wichtig, nach jeder Wanderung in einer Gaststätte noch einzukehren.

Doch warum gibt es in Linz, das doch zumindest in Bezug auf die Eifel auf der „Schäl Sick“ liegt, eine Ortsgruppe des Eifelvereins? „Die Ortsgruppe Linz ist 1965 gegründet worden und damals aus der Ortsgruppe Bad Neuenahr hervorgegangen, da viele Mitglieder von der rechten Rheinseite kamen“, berichtet Weinhold. Heute hat die Linzer Ortsgruppe des Eifelvereins, deren Vorsitzende die Linzerin Irmhild Füllenbach ist, rund 100 Mitglieder und veranstaltet das ganze Jahr über geführte Wanderungen am Rhein bis hin nach Bingen, in der Eifel und im Westerwald. Alle zwei Wochen findet zudem ein Nordic-Walking-Treff auf der Erpeler Ley statt. Und es gibt einmal monatlich einen geselligen Stammtisch, seit einiger Zeit regelmäßige Seniorentreffs für Mitglieder, die nicht mehr mitwandern können, sowie auch mehrtägige Wanderfahrten. Dabei geht es bei den Wanderungen auch immer darum, die Menschen für die schöne Natur und ihren Schutz zu sensibilisieren und ihnen die Kultur und Geschichte der erwanderten Orte etwas näher zu bringen.

„Durch uns kommen Leute auch unkompliziert in Regionen, die sie sonst vielleicht nicht selber besuchen würden“, meint der Wanderführer aus Bad Hönningen, der auch die Ämter des Naturschutz- und des Kulturwartes innerhalb der Ortsgruppe innehat. „Wandern ist seit einiger Zeit wieder In“, bestätigt er. „Das merkt man daran, wie gefragt beispielsweise der Fernwanderweg Rheinsteig bei uns ist. Daher sind wir hoffnungsvoll, dass das Wandern nicht einschlafen wird.“

Dennoch sind die Mitglieder der Linzer Ortsgruppe hauptsächlich älteren Semesters. „Das berücksichtigen wir natürlich bei der Planung unserer Wandertouren“, erklärt der Wanderführer, zu dessen Aufgaben unter anderem auch eine wohldurchdachte Organisation der angebotenen Touren gehört. Trotzdem: „Die Jugend fehlt“, sagt der 76-Jährige. Daher würde sich die Ortsgruppe freuen, wenn sich auch jüngere Menschen für das Wandern in einem gut organisierten Verein interessieren würden. „Beispielsweise könnte dann eine Jugendgruppe auch sogenannte Geocaching-Wanderungen anbieten“, hat Weinhold schon einmal überlegt. Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd.

Weitere Infos zur Linzer Ortsgruppe des Eifelvereins gibt es unter www.eifelverein-linz.de.

 

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