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Weinbau im Ahrtal


Pheromon statt Pestizid

Bild: Didgemann

Am 8. April verteilen die Ahrwinzer in einer gemeinsamen Aktion vor Beginn der Traubenblüte wieder mehr als 500.000 Duftspender mit Pheromonen in den Weinbergen im Ahrtal. So soll die Population von schädlichen Traubenwicklern auf natürlichem Weg gesenkt werden. Die Winzer setzen bereits seit drei Jahren auf dieses umweltschonende Verfahren, bei dem die männlichen Tiere von der für Menschen nicht wahrnehmbaren Duftwolke verwirrt werden und so nicht mehr das Weibchen zur Paarung finden. Die Duftspender bleiben dabei auf einer Rebenfläche von rund 560 Hektar im Ahrtal bis in den September aktiv.

Das Verfahren senkt die Population der Traubenwickler auf natürlichem Weg – ohne den Einsatz von Insektiziden. Der Traubenwickler ist einer der massivsten Schädlinge im Weinbau, da er je nach Generation Blüten und auch die Beeren schädigt. Die betroffenen Beeren erleiden zudem starke Pilzbefälle, was weitere Schädigungen durch Obstfliegen begünstigt.

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